VDM-Mitarbeiter wehren sich: „Solidarität macht stark!“

Mit insgesamt sechs Bussen fuhren die VDM-Mitarbeiter nach Unna. Sie sind kampfbereit. Foto: Schröder

Altena - Mehr als 300 VDM-Mitarbeiter vom Standort Altena und weitere 200 aus Werdohl fuhren am Donnerstag, 16. April, in die Stadthalle nach Unna. Dort wollten sie sich über den möglichen Verkauf des Unternehmens an die Investorengruppe Lindsay, Goldberg und den ehemaligen Thyssenvorstand Prof. Dr. Dieter H. Vogel, (LGV), informieren.

Die Mitarbeiter seien kampfbereit und wollten keinesfalls klein bei geben, fühlten sich komplett übergangen, hieß es gestern aus Gewerkschaftskreisen. Ralf Springob, stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, nahm gestern im Anschluss an die Info-Veranstaltung in Unna auch an Verhandlungen mit der Geschäftsführung teil und erwartete einen harten „Nacht-Marathon. Ich habe schon einmal 35 Stunden in Folge mit am Tisch gesessen“, sagte der Altenaer. Deshalb war er eher vorsichtig, zuzusagen, etwas über die Sitzung mitteilen zu können oder zu dürfen.

Mit Spruchbändern und Fahnen, auf denen unter anderem „Solidarität macht stark!“ oder „Zukunft und Beschäftigung für VDM“ stand, machten die VDM-Mitarbeiter ihre Sorge deutlich, dass ihre Arbeitsplätze in Gefahr sind. Gesamt-Betriebsratschef Gerd Bendiks aus Unna und Holger Neumann aus der IG-Metall-Verwaltungsstelle Märkischer Kreis würden noch einmal deutlich machen, so hieß es vor der Abfahrt der insgesamt sechs Busse, dass ThyssenKrupp sich an die Vereinbarung zu halten habe, im Falle eines Verkaufs zuvor den Betriebsrat mit in die Überlegungen einzubeziehen.

Auf der Homepage der IG Metall-Verwaltungsstelle wurde am Donnerstag Arbeitsdirektor Markus Bistram als Redner für die Unternehmensseite genannt.

Der Schock über den geplanten Verkauf traf die Mitarbeiter völlig unvorbereitet. Die VDM-Betriebsratschefin aus Werdohl, Dagmar Waschkowiak, bezeichnete das ganze bisherige Verfahren als „hinterhältiges Vorgehen seitens der Konzernspitze.“

von Johannes Bonnekoh

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