Eine-Welt-Laden hilft weiterhin

Bhagya Lakshmi Mamilla, die Tochter des indischen Arztes, hat die Unterstützer aus Altena besucht. -  Foto: Sauser

Altena - „Helfen, wo Hilfe dringend nötig ist“. Dies ist der Leitgedanke des Teams vom Eine-Welt-Laden aus Altena. Und Hilfe ist dringend nötig, unter anderem in Muttala, Indien. Dort betreibt Dr. Prabhakar ein kleines Krankenhaus, das seit 1990 unterstützt wird.

Behandelt werden dort Patienten nach den Methoden der Homöopathie, der Schulmedizin und nach ayurvedischen Heilmethoden.

Zweimal war Dr. Prabhakar in Deutschland und auch in Altena zu Gast. Jetzt freute sich das Team des Eine-Welt-Ladens, seine Tochter Bhagya Lakshmi Mamilla zu begrüßen. Gemeinsam mit ihrem Mann Srikanth Reddy und der kleinen Tochter Thishona hat sie ein Jahr in Deutschland verbracht und reist nun zurück nach Indien, um ihren Vater zu unterstützen. Sie und ihre beiden Geschwister sind in dessen Fußstapfen getreten und Ärzte geworden, die sich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisiert haben.

Bhagya hat Fotos dabei: Sie zeigen, dass der Standard des kleinen indischen Hospitals sich meilenweit von dem europäischer Kliniken unterscheidet. 25 Betten hat das Haus, viele Patienten leiden an Lähmungen. Teilweise kommen sie aus 500 km Entfernung nach Muttala, um sich dort behandeln zu lassen. Arme und Kinder werden umsonst versorgt, wer genügend Geld hat, muss zumindest die Medikamente bezahlen. Die Versorgung übernehmen zum Teil Verwandte der Kranken, die vor dem Haus campieren. Mittlerweile haben sich andere Organisationen aus diesem Projekt zurück gezogen, deshalb ist Dr. Prabhakar froh, dass er noch vom Eine-Welt-Laden unterstützt wird. 1500 Euro übergeben die Damen an seine Tochter, die ganz spontan ihren Daddy in Indien anruft und von der Spende erzählt. Grüsse werden per Handy übermittelt und der Dank des Doktors im Namen der Patienten.

Nicht nur das Team des Eine-Welt-Ladens ist beeindruckt vom Engagement Dr. Prabhakars, der auch Krankheitsprävention durch Aufklärung in Bereichen wie Aids und Hygiene betreibt. Im eigenen Land erhielt „der Doktor“, wie ihn die Altenaer Damen liebevoll nennen, eine Verdiensturkunde für sein Lebenswerk.

Nach Gründung des Ladens 1987 durch eine Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde und der Initiative von Margret und Achim Stahl ist durch einen befreundeten Entwicklungshelfer die Verbindung nach Indien und zu Dr. Prabhakar entstanden und über die Jahre gehalten worden. Die Damen erinnern sich gerne an das Jubiläum zum 10. Geburtstag des Ladens: „Da hatten wir alle Saris an und eine Rikscha besorgt, mit der wir Besucher gegen ein kleines Entgeld durch die Straße gefahren haben.“

Um auch weiterhin das Krankenhaus unterstützen zu können, appelliert das Team, auch weiterhin Schreibwaren, Schmuck oder Dekoartikel im kleinen Laden neben dem Lutherhaus zu kaufen.

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