Umgestürzter Baum: Tennisspieler in Dahle entgehen nur knapp einem Unglück

Die Gefahr kommt von oben

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Unter der Last des Baumes wurde der Zaun des Tennisplatzes zerquetscht. Anwohner hatten die Feuerwehr gerufen, die den Baum zumindest provisorisch von der Zufahrtsstraße entfernten.

Altena - „Eine halbe Stunde später hätten wir hier gespielt“, sagt Siegfried Scholz , Trainer und Mitglied im Tennisclub Hütte in Dahle, und ist immer noch leicht geschockt. 

Am Dienstagnachmittag war vom gegenüberliegenden Grundstück eine riesige Buche auf den unteren Tennisplatz gefallen. Die Tennisspieler entgingen nur knapp einem Unglück. „Es ist einfach nicht zu glauben“, ist Jochen Piepenstock, Vorsitzender vom Tennisclub, fassungslos. „Es war ja nicht stürmisch. Ganz im Gegenteil: Das Wetter war eigentlich sehr schön. Damit konnte keiner rechnen“, sagt Piepenstock. 

Areal gehört der Stadt

Bis nächste Woche wird der Tennisplatz dem Verein nicht zur Verfügung stehen.

Der Baum war wahrscheinlich aufgrund der Hitze und des morschen Holzes vom gegenüberliegenden Grundstück auf den Tennisplatz gefallen. Das Areal gehört der Stadt, die dem Tennisverein auch schnell Hilfe bei der Entfernung des Baumes zusagte. Ein Unternehmen soll heute den Baumstumpf und die Reste der Buche auf dem Platz entsorgen und den Zaun soweit aufschneiden, dass der Tennisplatz wieder betreten werden kann. 

Dass die Gefahr damit gebannt ist, glauben die Mitglieder des Vereins indes nicht. „Gucken Sie sich nur mal die Bäume an. Die hängen alle über der Zufahrtsstraße“, so Trainer Siegfried Scholz. „Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn ein Baum auf das Freibad unterhalb unserer Anlage fällt. Das ist ja besonders während der warmen Tage gut besucht.“ 

Begutachter sollen kommen

Auf AK-Nachfrage kann die Stadt die großen Sorgen der Spieler nicht teilen. „Die Friedhofsgärtnerei Ebel hat die Bäume inspiziert und bisher keine weiteren Gefährdungen feststellen können. Trotzdem werden wir noch Begutachter engagieren, die sich die Bäume näher angucken“, erklärt Klaus-Peter Trappe, Fachbereich öffentliche Ordnung. Wann genau das passieren wird, kann er allerdings nicht sagen. Dass sich ein weiterer Baum über den Platz neigt, sei registriert worden. „Den wegzumachen, schafft Herr Ebel momentan allerdings noch nicht“, so der Mitarbeiter der Stadt. 

Die Angst bleibt

Die Tennisspieler fühlen sich nicht ernst genommen. Einige Eltern sind bereits an den Tennisclub herangetreten und haben gefragt, ob ihre Kinder dort noch sicher ihrem Hobby nachgehen könnten, berichtet Jochen Piepenstock. So bleibt die Angst im Dahler Tennisclub, dass ein weiterer Baum plötzlich das Zeitliche segnet, umfällt und dann nicht nur der Zaun am Rande des Platzes zu Schaden kommt.

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