Einzelhändler wurden nicht ausreichend informiert

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Der Moderator von Coca-Cola begrüßte das Burgaufzugs-Maskottchen Burghard auf der Bühne. Gemeinsam mit Kindern sang die Fledermaus das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“. 

Altena - Altena stand Kopf – der rote, leuchtende Coca-Cola-Weihnachtstruck ließ am Sonntag tausende Menschen zum Bungernplatz strömen. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein räumt ein: „Der Verkehr ist zwischenzeitlich zusammen gebrochen.“ Die 2 133 Zusagen auf Facebook wurden mehr als übertroffen. „Das Coca-Cola-Team war überwältigt von so vielen Besuchern“, sagt Corina Turner, Inhaberin der Agentur „Pfiffikus“.

Das Team schätzt die Zahl der Besucher auf 10 000 bis 15 000. „Die haben das noch nie erlebt. Die Stände von Coca-Cola waren leer, alles war ausverkauft“, sagt Corina Turner zufrieden. Pfiffikus hatte im Januar eine Initiativbewerbung bei Coca-Cola eingereicht. „Altena gehörte zu den kleinsten Städten mit Zusagen“, sagt die Inhaberin. Stadtwerke, Sparkasse und Baugesellschaft haben sich als Sponsoren an der Veranstaltung beteiligt. Die Technik für die Bühne hat das 30-köpfige Coca-Cola-Team selbst gestellt. „Die heimischen Bands Amulett, 4spurig und Acoustic Comfort sind kostenlos aufgetreten“, so Corina Turner, Vorsitzende des Stadtmarketings.

„Der Bungernplatz war eigentlich zu klein für den großen Truck“, sagt sie. Doch die Vorgabe von Coca-Cola war ein Platz, sodass beispielsweise die Lennepromenade oder die Innenstadt als Veranstaltungsort nicht in Frage kamen. „Auch den Langen Kamp haben wir aufgrund der Parkplätze ausgeschlossen.“ An die Sauerlandhalle habe man ebenfalls kurzzeitig gedacht.

„Polizei und Ordnungsamt haben vorher alles gut geplant“, so Corina Turner. Nach ihrem Wissen habe es keine Zwischenfälle gegeben. „Es ist alles gut gelaufen.

Lange Schlangen und Wartezeiten an den verschiedenen Ständen kamen bei manchen Besuchern aber Sonntag nicht gut an. „Aber das ist normal. Auf einem anderen Platz wären die Warteschlangen genauso lang gewesen“, weiß Corina Turner.

Um die kulinarische Verpflegung kümmerten sich heimische Unternehmen. Die Metzgerei Manfred Hücking versorgte die Menschenmenge mit Bratwürstchen und anderen Leckereien vom Grill. Das ObSt-Büro des Burggymnasiums verkaufte Waffeln und Muffins.

Doch die Einzelhändler in der Innenstadt hatten ihre Geschäfte nicht geöffnet. „Wir haben nur erfahren, dass der Truck kommen soll. Über den Ablauf wussten wir gar nichts“, sagt Ulrike Betzler, stellvertretende Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins. „Es war augenscheinlich nicht möglich, den Truck an einem verkaufsoffenen Sonntag nach Altena kommen zu lassen.“ Beispielsweise wäre der Weihnachtsmarkt ja auch eine gute Zeit gewesen. „Ich hätte mein Geschäft öffnen können“, so Juwelierin Ulrike Betzler. Aber man habe ihr nicht rechtzeitig Bescheid gesagt.

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