Altena auch für das Umland sehr attraktiv

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An der Fuelbecker Straße entsteht einer der wenigen Einfamilien-Neubauten in Altena. Die Zahl der Neu-Häuslebauer hat in der Burgstadt nach dem Wegfall der Eigenheimförderung massiv abgenommen.

Altena - An nur einer Hand sind in den vergangenen Jahren die Neubauten auf Altenaer Stadtgebiet abzählbar gewesen. „Es gibt im Jahr vielleicht ein, zwei Genehmigungen, die wir erteilen“, sagte auf Anfrage Roland Balkenhol, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadt.

An nur einer Hand sind in den vergangenen Jahren die Neubauten auf Altenaer Stadtgebiet abzählbar gewesen. „Es gibt im Jahr vielleicht ein, zwei Genehmigungen, die wir erteilen“, sagte auf Anfrage Roland Balkenhol, Fachbereichsleiter Bauen bei der Stadt. 

Eines dieser Eigenheime entsteht zurzeit in unmittelbarer Nähe der Fuelbecke-Talsperre. Natürlich verfüge die Stadt noch über Baugrundstücke, aber der Trend zur Gebrauchtimmobilie sei schon weiter erkennbar. Und genau das bestätigten auch die Sprecher der heimischen Banken. Peter Nakaten, Sparkasse, kann zwar auf Grund des niedrigen Zinsniveaus „keine Flucht in Sachwerte oder Immobilien“ erkennen. „Doch stellen wir fest, dass Altena als Wohnort auch für das Umland sehr interessant ist. Angesichts des auch sehr niedrigen Zinsniveaus für Immobilienkredite, sagt er etwas salopp, wer sich mit dem Gedanken trage, eine Immobilie zu erwerben, sollte durchaus nach der Maxime handeln „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Vor sechs Jahren habe der Zins noch durchschnittlich 6,5 Prozent betragen, heute sei es günstiger. Das sei ein historisch niedriger Wert. „Wissen wir, was in fünf Jahren ist?“ Den Markt bewertet er aktuell als „richtig in Bewegung“. 

Neu bauen oder eine Altimmobilie kaufen? Für Nakaten ist das immer ein Abwägungsprozess. Energetisch betrachtet schlage ein Neubau eine Gebrauchtimmobilie meist. Auch beim Grundstücks- oder Raumangebot müsse man Kompromisse schließen. Aber bis sich alles wirklich rechne, vergingen schon ein paar Jahre. Lavinia Heße, Abteilungsdirektorin Marketing bei der Volksbank, spürt in ihrem Hause „vermehrt Anfragen, unter Renditegesichtspunkten in Immobilien zu investieren.“ Das betreffe sowohl Einzelobjekte als auch den klassischen Immobilienfonds. Sie sagt: „Sowohl gewerbliche als auch private Anleger investierten zurzeit stärker ,in Stein’ als noch vor einigen Jahren.“ Auch beim Blick auf die Baufinanzierungen könne man auch feststellen, dass das Interesse an eigenen vier Wänden aufgrund der niedrigen Zinsen gestiegen sei. Lavina Heße sagt, allein in ihrem Haus sei ein Wachstum in diesem Marktsegment von zehn Prozent gegenüber 2014 zu verzeichnen gewesen. 

Die Volksbank beobachtete, dass viele Bürger bisherige Mietzahlungen oder Sparraten für die Finanzierung eines Eigenheimes umnutzten. Peter Nakaten, Sparkasse, sieht trotz der Bewegung im Markt aber keine „steigenden Immobilienpreise. Meine Erfahrung ist: Eine Bestandsimmobilie übt aktuell einen tollen Reiz aus.“

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