THW-Schlauchboot kommt ins Museum

+
Nun bekommt das Schlauchboot einen Ehrenplatz im Museum der Bundesschule des THW in Hoya.

Altena - Luft ist nicht mehr in den Kammern des Schlauchbootes. Dennoch wirkt es wie „aufgepumpt“. „Das täuscht“, sagt Frank Herbel, Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerks, THW, Altena. „Wir haben das historische Stück rundum mit Stroh gefüllt, das verliert nie wieder seine Stabilität.“

Dabei würde es gar nicht mehr darauf ankommen, das „bis zu drei THW-Helfer“ mit dem Boot rausfahren, um technische Hilfe zu leisten. „Wir geben das gute Stück in die Bundesschule unseres Verbandes, nach Hoya, ab. Dort, in der Nähe von Bremen, gibt es ein THW-Museum. Unser Boot wurde 1959 in Dienst gestellt. Es ist aber schon seit 1983 wegen der entsprechenden Vorschriften außer Dienst gestellt worden und jetzt eben museumsreif“, so Herbel. Seine Reise Richtung Museums-Trockendock tritt es „in den Sommerferien an.“

Gemeinsam mit dem Nachwuchs seines örtlichen THW gewährte er noch einmal an der Hochwasser-Marke in der Innenstadt einen Blick auf das Boot und einiges Zubehör. Hier wird das THW-Gerät auch weiter zu sehen sein. Denn: Das Schild, „Anno 1926“, das die Stadt neben verschiedenen Hochwasser-Marken hier vor einer Hauswand in unmittelbarer Nähe zum Burgaufzug angebracht hat, zeigt das historische Boot sogar im Einsatz. „Anno 1926 täuscht dabei“, sagt Herbel. „Unsere Leute sind mit dem Schlauchboot am 5. Dezember 1960 über die Lennestraße gerudert.“ Die Paddel von einst befinden sich auch noch in den Beständen der Altenaer und wandern ebenfalls ins Museum. Damals, als mit den Booten Hilfsgüter entlang der Lennestraße verteilt wurden, wurde Altena von einem so genannten „Adventshochwasser“ getroffen. Da stand das Wasser bis zu 100 Zentimeter hoch in der Einkaufsstraße der Stadt. Später, am 9. Februar 1946, kam es noch dicker. Hohe Schäden hatte es darüberhinaus bereits am 24. und 25. November 1890, 16. Januar 1918 und 1. Februar 1909 gegeben, wie die Schautafel belegt. Heute hat sich die Hochwasserlage etwas entspannt – dank der Bigge-Talsperre. Aktuell verfügt das THW Altena über drei Schlauchboote mit PS-starken Motoren und vier Schwimmpontons. - Von Johannes Bonnekoh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare