Neuer Spielort und Premiere bei Theater „Auf Draht“ gelungen

Über das Techtelmechtel unter der Wolldecke stolpert Sergeant Slater (links, Ulrike Vogt) immer wieder. Sie ermittelt in einem verzwickten Mordfall. - Fotos: Loewen

Altena - Eine rundum gelungene Premiere feierte am Samstag das Freie Theather „Auf Draht“ mit der Komödie „Funny Money“ aus der Feder von Ray Coony. Nicht nur das Stück kam bestens an, auch der Umzug in das Thomas-Morus-Gebäude sorgte für viel Zustimmung.

Bereits am Freitag wurde ordentlich geheizt, damit am Samstagabend keiner frieren musste. Die Tische und Sitzplätze waren so ausgerichtet, das man von überall gute Sicht auf die Bühne hatte. Sie selbst war Dank eines neuen Beleuchtungssytems bestens in Szene gesetzt. 

Zwar hob sich in diesem Jahr kein Vorhang, weil einfach noch keiner vorhanden war, doch dieses kleine Problem störte niemanden.

Lob von allen Seiten

Hinter der Kulisse knisterte die Luft förmlich vor Aufregung. Zum einen war da die übliche Anspannung vor einer Premiere und zum anderen die Ungewissheit, wie der neue Spielort beim Publikum ankommt. 

Diese Sorgen lösten sich allerdings sehr schnell denn von allen Seiten gab es viel Lob. Als dann gegen 20 Uhr Dietmar Vogt die Bühne betrat, wurde er mit großem Applaus empfangen. 

„Ich habe Euch im vergangenen Jahr versprochen, das wir im nächsten Jahr wiederkommen und hier sind wir. Auch wenn die Umstände durch die Schließung des Lennesteins schwierig waren, alle haben die Ärmel hochgekrempelt, kräftig mit angepackt und das fast Unmögliche möglich gemacht“, sagte er.

Turbulente Geschichte auf der Bühne

Als Jean Perkins (gespielt von Kirsten Kreisel) und Henry Perkins (Tobias Vogt) die Bühne betraten, nahm der Traum vom schönen Leben in Reichtum und Sonne seinen Lauf – und das bedeutet, das daraus schnell ein Albtraum wird. 

Hernry Perkins verwechselt nämlich in der U-Bahn seine Aktentasche mit der eines Fremden und ist plötzlich Besitzer von 735 000 Pfund. Schnell erwacht in Henry kriminelle Energie und er fasst den Plan, mit seiner Frau England zu verlassen und in das sonnige Barcelona auszuwandern – und das so schnell wie möglich. 

Doch plötzlich tauchen Freunde auf und als sich dann auch noch zwei Polizisten intensiv für Henry interessieren, wird es turbulent. Als dann auch noch der Inhaber des Geldes tot in der Themse gefunden wird und anhand der Papiere in seinem Aktenkoffer als Henry Perkins identifiziert wird, ist das Chaos perfekt. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein mysteriöser Gangsterboss vor dem Haus auf.

Und wer oder was ist eigentlich „Oktokoff“? Ständig läutet das Telefon im Hause Perkins und das einzige Wort das am anderen Ende der Leitung zu verstehen ist ist „Oktokoff“. Heißt der Anrufer so oder will er etwas bestimmtes? Wer es herausfinden möchte, sollte sich eine der nächsten Aufführungen von „Auf Draht“ auf keinen Fall entgehen lassen. Belohnt werden die Besucher der Komödie mit der Aufklärung dieser Frage und einem turbulenten Happy End.

Weitere Vorstellungen an den kommenden Wochenenden

Das Publikum bedankte sich am Samstagabend mit großem Applaus für die durchaus gelungene Premiere.

Auf der Bühne stehen Kirsten Kreisel, Tobias Vogt, Wolfgang Lengsfeld, Thomas Fillinger, Ulrike Vogt, Carina Todt, Dietmar Vogt und Frank Lengelsen. Souffleuse ist Claudia Wilms. Thomas Fillinger, Jessica Reinhardt und Claudia Wilms führen Regie. Für die Technik sind Jens Weihl und Frank Lengelsen zuständig.

Die nächste Vorstellung ist am Mittwoch, 9. März. Weiter Vorstellungen gibt es am 11., 12., 18. und 19. März. Gespielt wird stets um 20 Uhr. Einlass ist jeweils um 18.30 Uhr.

Für die Bewirtung mit Getränken und herzhaften Snacks sorgten am Samstag Elke, Silke und Anke – auch das hat prima geklappt.

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