Kommunalvertreter tauschen sich in Burg Holtzbrinck aus

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Tagung kommunaler Vertreter im einstigen Landratsamt: Der Bürgermeister berichtete den Teilnehmern in einem süffisanten Nebensatz, dass der Landrat hier 1642 mit sieben hauptamtlichen Mitarbeitern gearbeitet hatte.

Altena -  Das Rad muss nicht ein jeder selbst erfinden – es ist lobenswert, von anderen zu lernen. Aber es gilt auch, sich der eigenen Qualitäten bewusst zu sein. So konnte am Donnerstag Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein die Teilnehmer einer Tagung der KGSt in der „drittstärksten Industrieregion Deutschlands“ begrüßen.

Ob die Teilnehmer nun mit einem französischen, einem deutschen oder einem italienischen Auto gekommen seien: „Ohne Altena wären sie nicht hier“, so Hollstein anschließend unter Hinweis auf die Rolle der Drahtindustrie.

Das Ganze fand noch dazu bei „Regelwetter“ statt, wie der Verwaltungschef mit einem leichten Augenzwinkern versicherte, denn es gab schönstes Frühsommerwetter. Die KGSt – Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement – mit Sitz in Köln hatte Teilnehmer aus kleineren Kommunen zum mittlerweile achten Infotag eingeladen.

Auf der Tagesordnung standen neben einem Überblick zu den Angeboten der KGSt verschiedene Aspekte der kommunalen Zusammenarbeit. Die KGSt hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre mehr als 1900 Mitgliedsgemeinden bei grundlegenden Fragen und der täglichen Arbeit auf breiter Basis zu unterstützen. Um das zu gewährleisten, gibt es neben den Tagungen Instrumente wie Workshops und Internet-Foren wie das KGSt-Portal, das allein 63000 Mitglieder zählt, wie Referent Norbert Zucht erläuterte.

Dazu zählt auch eine Datenbank der guten Beispiele. Während bei Spitzenverbänden wie dem Städtetag oder dem Landkreistag der Schwerpunkt eher auf der politischen Arbeit liegt, setzt man bei der KGSt auf die Probleme der täglichen Verwaltungsarbeit. Tagungsleiter Norbert Zucht berichtete, dass die Teilnehmer der so genannten „Vergleichsringe“ der KGSt jährlich bis zu sechs Millionen Euro einsparen können.

Die KGSt und ihre Aufgaben stellte Vorstand Rainer Christian Beutel vor. Es sei klar, dass man nicht „alles für alle“ anbieten könne, dazu seien die Größenordnungen der Mitgliedskommunen einfach zu unterschiedlich. Es werde aber Wert darauf gelegt, alle Größenklassen ausgewogen zu bedienen.

Beutel beschrieb die KGSt als Fachverband für kommunales Management. Altena war bei dieser Zusammenkunft nicht als Veranstalter aufgetreten, sondern wurde von der KGSt erstmals als Tagungsort gewählt.

Es gab Vorträge zu konkreten Fällen interkommunaler Zusammenarbeit – dazu konnte Dr. Andreas Hollstein schon in der Begrüßung einiges sagen –, aber auch zu Strategieentwicklungen und „konkrete Beispiele für praktischen Nutzen“.

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