Exkursion des Heimatvereins Dahle zur Burg Mark in Hamm

Dahler auf den Spuren der Grafen von der Mark

Sachkundig wurden die Dahler mit der Geschichte des Grafengeschlechtes von Berg und von der Mark konfrontiert.

Altena - Woher kommt die Bezeichnung „Mark“? Warum ist sie Namensbestandteil der Grafengeschlechter Berg – Altena – Mark geworden? Wie ging es im 13. Jahrhundert auf der Burg Altena zu und warum verlor sie in dieser Zeit ihre Bedeutung?

Warum zog sich über Jahrhunderte eine religiöse und kulturelle Grenze durch das Sauerland, die die Grafschaft Mark von dem „Kurkölschen“ trennte, obwohl die Grafen von der Mark lange Zeit selbst die Erzbischöfe von Köln gestellt hatten? Was steckte schließlich hinter dem „Mord“ an dem Erzbischof Engelbert I. durch seinen Vetter Friedrich von Isenberg.

Um all diese Fragen möglichst umfassend zu klären, machten sich 34 Teilnehmer des Heimatvereins Dahle auf eine Reise zu der Namensgeberin, der „Mark“ in Hamm, in der Friedrich Graf von Altena die Burg Mark errichtete und damit dem Adelsnamen seines Stammes die Bezeichnung „Mark“ hinzuzufügte.

Bei herrlichem Sommerwetter und nach einer Frühstücksunterbrechung im Café Cora in Stockum genoss die Reisegruppe eine äußerst sachkundige aber auch unterhaltsame Führung durch ein Mitglied des „Förderverein Burg Mark Hamm e.V.“ auf dem Gelände der ehemaligen Burg Mark, zu der die Grafen von Altena Anfang des 13. Jahrhunderts ihren Sitz verlegt hatten, heute nur noch ein Bodendenkmal. Dem Referenten gelang es, die Phantasie seiner Zuhörer dermaßen anzuregen, dass vor ihren Augen die alte Burg „Mark“ förmlich wieder erstand.

Anschließend half die Kirchmeisterin der 800 Jahre alten St. Pankratiuskirche im Kern der Siedlung „Mark“ den Teilnehmern auch einen Einblick in die geistlichen Strukturen der Grafenfamilien und ihrer Gefolgschaft zu gewinnen. Sachkundig berichtete sie über den Bau der alten Kirche derer von der Mark, ihre Funktionen als Gotteshaus und Schutzraum, ihre zahlreichen Umbauten in den vielen Jahrhunderten und ihre bedeutenden Wandmalereien, die die Dahler während der einstündigen Besichtigung intensiv in Augenschein nehmen konnten.

Auf Grund der Wissensvermittlung in den beiden Führungen, und einem bei der Anreise verteilten kurzen geschichtlichen Zusammenfassung mit ergänzenden Ausführungen im Bus, konnte ein geschichtlicher Überblick gewonnen werden, der es erlaubte, Antworten auf die Fragestellungen zu finden.

Das anschließende Mittagessen fand natürlich in dem unmittelbar benachbarten Hotel-Restaurant mit dem Namen „Alte Mark“ statt.

Die Rückreise verlief über das Wasserschloss Opherdicke bei Unna, das nicht nur mit seinem umliegenden Schlosspark besichtigt werden konnte. Alle Teilnehmer ergriffen überdies die Gelegenheit, die gerade neueröffnete Ausstellung des Malers Hans Jürgen Kallmann mit seinen tief beindruckenden Portrait- und Genrebildern zu besuchen.

Nach Kaffee mit hausgemachtem Kuchen im „Kultur-Café“ des Hauses gelangten die mit Geschichte, Kunst und guten Speisen gesättigten Teilnehmer zufrieden nach Hause.

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