Zitzelsberger geht nach Hagen

Susanne Schmidt-Kraepelin übernimmt Leitung im Finanzamt

Stabwechsel im Finanzamt: Gestern stellte Oberfinanzpräsident Werner Brommund (links) die neue Leiterin des Finanzamtes Altena vor. Susanne Schmidt-Kraepelin tritt die Nachfolge von Dietmar Zitzelsberger an. Foto: Bender

Altena -  Erst Vertreter in einem kleinen Finanzamt, dann in gleicher Position in einem größeren und schließlich Nummer eins in einer kleineren Behörde – die Karriere in der Finanzverwaltung läuft in sehr geregelten Bahnen.

Das zeigt unter anderem der berufliche Werdegang von Dietmar Zitzelsberger, der vor fünf Jahren die Leitung des Finanzamtes Altena annahm. Mit 54 Jahren war bei ihm noch Luft nach oben: Er wurde deshalb zum 1. Juli zum Leiter des Hagener Finanzamtes ernannt. Seine Nachfolgerin in Altena ist Susanne Schmidt-Kraepelin, deren Laufbahn der von Zitzelsberger sehr ähnlich ist. Bisher war die 56-Jährige Stellvertreterin im Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung in Hagen. Vorher wirkte sie in gleicher Funktion in den Finanzämtern Olpe und Wipperfürth. Wie ihr Vorgänger ist sie Volljuristin und trägt den Titel Regierungsdirektorin.

Am Dienstag, 18. August, wurde die neue Leiterin den Mitarbeitern vorgestellt. Dazu war Werner Brommund, Oberfinanzpräsident der Oberfinanzdirektion NRW, ins Lennetal gekommen. Er bezeichnete Schmidt-Kraepelin in seiner Rede vor den Beschäftigten als „Chefin mit Herz und Verstand – eine Mischung, auf die sich die Mitarbeiter wirklich freuen können“. Fachlich versiert und menschlich sei die neue Behördenleiterin. Zitzelsberger, der sich in Altena stets wohl gefühlt habe, wisse das Finanzamt am Winkelsen also in guten Händen. Brommund dankte dem bisherigen Amtsleiter für seine Arbeit und wünschte ihm in seiner Position eine ebenso glückliche Hand.

Interessant sind die Zahlen, die die Oberfinanzdirektion im Zusammenhang mit dem Wechsel der Amtsleitung bekannt gab: Insgesamt gibt es in NRW 129 Finanzämter, die es auf ein Steueraufkommen von 112,1 Milliarden Euro bringen – das sind im Schnitt knapp 940 Mio. Euro pro Behörde. Altena bringt es auf 417 Mio Euro. In seinem Einzugsbereich leben knapp 88200 Menschen, im Landesdurchschnitt kümmert sich ein „Erhebungsfinanzamt“ wie das in Altena um rund 169000 Menschen. Dennoch sei von einer Aufgabe des Standortes, die vor etwa acht Jahren im Gespräch war, derzeit keine Rede, versicherte Brommund am Rande der internen Feier zur Amtseinführung. Im Finanzamt Altena arbeiten derzeit 92 Mitarbeiter (darunter 30 Teilzeitkräfte), hinzu kommen zehn Auszubildende.

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