Streit unter Schülern: Polizei ermittelt in schwerem Fall von einfacher Körperverletzung

Nach Ohrfeigen in Bus gesetzt

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Die Polizei Altena rief Kollegen aus Lüdenscheid zur Hilfe zum Markaner. Es war vor Ort kein eigener Streifenwagen verfügbar.

Altena - Ein Streit unter zwei 16-jährigen Schülern eskalierte am Donnerstag, 7. April.

Die Polizei wurde eingeschaltet, die Beamten schrieben eine Anzeige in „einem schweren Fall von einfacher Körperverletzung.“ Kurz vor 15 Uhr gerieten am Donnerstag ein 16-jähriger Altenaer und ein gleichaltriger Lüdenscheider auf einem Schulhof in Neuenrade aneinander. Sein Kollege habe ihn mehrfach geohrfeigt, gab der junge Burgstädter anschließend in Altena zu Protokoll. Er hatte – gemeinsam mit einer ebenfalls 16 Jahre alten Begleiterin, umgehend den Schulhof in der Nachbarstadt verlassen, sich in einen MVG-Bus gesetzt und war nach Altena gefahren.

Bus mit dem Mofa verfolgt

Doch der Beschuldigte folgte dem Fahrzeug und den beiden mit seinem roten Mofa bis nach Altena. An der Haltestelle Am Markaner kam es dann gegen 16 Uhr zu einer Aussprache, in deren Verlauf der Lüdenscheider weitere Drohungen ausgestoßen haben soll, ehe er sich kurz entfernte. Das dem Geohrfeigten „Ich komme gleich wieder!“ ins Gesicht Geschriene reichte dem verängstigtem jungen Mann. Er rief, weil er sich bedroht fühlte, mit dem Handy die Polizei. Weil in Altena zu diesem Zeitpunkt keine Streife verfügbar war, wurde Verstärkung aus Lüdenscheid angefordert. Zwei Beamte aus der Kreisstadt fuhren zum Markaner und nahmen die Darstellungen der beiden Kontrahenten sowie der Zeugin auf.

Zeugin hat alles gesehen

Wie Polizeisprecher Dietmar Boronowski auf Anfrage bestätigte, nehme jetzt das vorbeschriebene Prozedere seinen Lauf. Der Geschädigte habe sich, so gab er den beiden Polizisten ebenfalls zu Protokoll, nicht gut gefühlt und über Schmerzen geklagt. Er kündigte an, noch selbständig einen Arzt aufsuchen zu wollen. Einen Krankenwagen oder eine angebotene Untersuchung im St. Vinzenz Krankenhaus habe er aber nicht in Anspruch nehmen wollen.

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