Stellungnahme zu Baumängeln am Neubau: „Abgerissen wird nichts!“

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Zur Kontrolle der Bewehrung wurden an mehreren Stellen des Neubaus die Wände aufgeschlagen. Ergebnis der Untersuchungen: Fehler an allen Ecken und Kanten.

Altena - „Eines vorweg: Abgerissen wird nichts!“ Das sagt Olaf Berg, Sprecher der gleichnamigen Fritz-Berg-Stiftung, die an der Kirchstraße zurzeit den Wohnkomplex „Wohnen am Bungern“ errichtet.

Er wisse sehr wohl „um die Thekengespräche, die in der Stadt kursieren.“ Berg räumte ein: „Es sind Fehler passiert, und zwar an allen Ecken und Kanten.“ Doch, so fügte er sofort an: „Wir laufen nicht mit Richtern oder Anwälten durch den Rohbau. Im Gegenteil. Vor Ort sind alle Beteiligten. Und diese Firmen und Menschen sind willens, dass es weiter geht und die Fehler behoben werden.“ Das sei durchaus machbar. Er sprach in diesem Zusammenhang sowohl in Richtung bisher tätig gewordener Handwerker, Architekten und „zehn fester Mieter“ von „einer großen Ruhe“.

Was die Fritz-Berg-Stiftung auf keinen Fall hinnehmen werde, seien „Schlampereien. Wir wollen nicht, dass jemand einzieht und plötzlich tauchen da Risse in den Mauern auf.“ Deshalb sei die Devise, mit Bedacht weiter vorzugehen und den Baukörper zu vollenden.

Die Kontrollen haben gegriffen

„Wichtig ist doch: Die Kontrollen haben gegriffen. Zeitdruck machen wir uns jetzt nicht.“ Zwar wisse er, dass beispielsweise ein Neu-Mieter bereits sein Haus verkauft habe, weil er auf das ihm genannte Übergabedatum vertraut habe. Da werde man sicherlich Mittel und Wege finden, sich zu einigen. Direkt auf eine mögliche Schuldfrage angesprochen, reagierte Berg ausweichend. Das sei für ihn kein Thema und nicht zielführend.

Wie mehrfach berichtet, war bei der Rohbauabnahme Anfang März die Bauüberwachung auf Fehler in der Bewehrungsführung gestoßen. Es schlossen sich tiefergehende Untersuchungen an. Zunächst war Berg davon ausgegangen, sie schnell beheben zu können. „Schweren Herzens“ hatte er deshalb am 10. März entschieden, die weiteren, den Rohbau überdeckende Ausbauarbeiten vorübergehend zu stoppen. Die Stiftung war damals von einem Untersuchungszeitraum bis circa Ende März ausgegangen.

Das war eine Fehleinschätzung. Ob nach der jetzt weit über 50 Tage hinaus andauernden Zwangspause neue und damit andere Handwerker zum Einsatz kommen werden, dazu gab es keine konkrete Aussage.

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