Standort Rosmart hat für Krankentransport Vorteile

+
Vorne der KTW, der von Rosmart aus den Südkreis bedient, hinten die „Reserve“: Kolja Hütte, Hans Peter König und Markus Große (v. l.) stellten gestern den „Zentralen Standort für Krankentransportwagen“ auf Rosmart vor.

Altena - In 30 Minuten waren Kolja Hütte und Markus Große in Letmathe, nach Meinerzhagen ist es auch nicht weiter und selbst Menden ist innerhalb der 60 Minuten zu erreichen, die als „Bedienzeit“ für einen Krankentransport vorgesehen sind.

„Der Standort hier ist einfach ideal“, freute sich Hans Peter König bei der Vorstellung des „Zentralen Standorts für Krankentransportwagen (KTW)“, den der Kreis seit Monatsbeginn im Gewerbegebiet Rosmart betreibt. Dabei handelt es sich sozusagen um einen Vorgriff auf das im Gewerbepark geplante Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum, das 2018 fertig werden soll. „So lange konnten wir mit dem Rettungsdienst nicht warten“, erklärt der Fachdienstleiter für Rettungsdienst beim Märkischen Kreis.

Der Standort Rosmart ist eine Art Filiale der Rettungswache in Werdohl. Deren Leiter Markus Große hat dafür zu sorgen, dass an jedem Werktag tagsüber zwei Rettungsassistenten von Rosmart aus mit dem KTW ausrücken können, um Krankentransporte vorwiegend im Südkreis abzuwickeln. Krankentransport heißt: Ein Patient muss mit sachkundiger Begleitung und möglichst schonend ins Krankenhaus gebracht werden. Nichts also für Menschen, die in Lebensgefahr schweben – die sind dann nämlich ein Fall für den Rettungswagen.

Ein Blick in den KTW zeigt, dass die Unterschiede so groß nicht sind. Der Kreis stattet all seine Fahrzeuge so aus, dass eine Notfallversorgung immer möglich ist – dazu gehört zum Beispiel, dass sie alle mit Defibrillatoren ausgestattet sind. Positiver Nebeneffekt für den Raum Rosmart: Passiere dort ein Notfall, dann werde die Leitstelle sicher auch den „Rosmart-KTW“ alarmieren, wenn er denn an seinem Standort stehe, meint König – damit bis zum Eintreffen des RTW qualifiziert geholfen werden könne.

Für den Standort auf Rosmart wurden zwei KTW von den bisherigen Rettungswachen abgezogen: Meinerzhagen hat nun keinen mehr und Altena auch nicht – allerdings steht an der Bachstraße stattdessen ein zweiter Rettungswagen.

Für den neuen Standort hat der Kreis von Jens Peter Fischer eine Halle angemietet, die weit mehr ist als nur Standort für einen KTW. Bis zu sechs Fahrzeuge werden dort untergebracht, weil der Kreis auf Rosmart auch seine Reservefahrzeuge parkt. Dabei handelt es sich um einen KTW, zwei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Sie sind für sämtliche Rettungswachen des Märkischen Kreises rund um die Uhr verfügbar, weil dort Schlüssel für die Halle hinterlegt sind.

Der ein oder andere Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Märkischen Kreis wird noch aus einem weiteren Grund öfter mal nach Rosmart fahren. Es gibt dort nämlich auch einen Besprechungsraum – er kann für Besprechungen der Wachenleiter genutzt werden oder für die regelmäßigen Zusammenkünfte der Praxisanleiter, die in den Wachen für die Ausbildung zukünftiger Notfallsanitäter sorgen. Diesen Beruf gibt es erst seit 2014, seitdem bildet der Kreis entsprechend aus.

Neben dem Nachwuchs müssen auch bereits vorhandene Kräfte regelmäßig geschult werden: Die heißen Rettungsassistenten und müssen im Laufe der kommenden Jahre ebenfalls zu Notfallsanitätern ausgebildet werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare