Standort in der Nette wird massiv gestärkt

Nedschroef investiert 6 Millionen Euro

Nedschroef-Geschäftsführer Karlheinz Munz: „Mein Ehrgeiz ist es, das bestmögliche Schraubenwerk zu bauen“. Jetzt werde nun endlich ein Projekt umgesetzt, auf das er und seine Mannschaft lange hingearbeitet hätten. Foto: Bonnekoh

Altena - Nedschroef Altena stärkt den Standort in der Burgstadt. Sechs Millionen Euro investiert die zum chinesischen Technologiekonzern Shanghai Prime Machinery Company (PMC) gehörende Firma in eine neue 5 000 Quadratmeter große Produktionshalle und einen zusätzlichen Bürotrakt, der 500 Quadratmeter Fläche umfasst.

2012 erwarb die Firma Grund und Boden und leer stehende Fabrikhallen des benachbarten Unternehmens vom Hofe an der Westiger Straße. Die Hallen werden zurzeit ausgeräumt und werden dann abgerissen.

Hallen und Gelände dazu gekauft

Im April teilten Mitglieder des PMC-Aufsichtsrates bei einem Besuch in Altena mit, dass die Geschäftsleitung bereit sei, sechs Millionen in den Standort an der Lenne neu zu investieren. Das sei schon irgendwie ein historischer Tag gewesen, sagt Karlheinz Munz, Geschäftsführer des Nedschroef-Werkes in Altena. Diese Investition sei schon länger herbeigesehnt worden, denn die jetzigen Gegebenheiten hätten kaum noch Möglichkeiten zum Wachstum eröffnet. Mit der Erweiterung sollen die Arbeitsabläufe verbessert und die Produktivität des erfolgreichen Werkes weiter gesteigert werden. „In der jetzigen Struktur fehlten uns einfach die Kapazitäten. Mit der Erweiterung werden wir endlich mehr Platz für innovative Maschinen und Automatisierungstechnik haben.

Stockwerksystem wird abgeschafft

Und auch das Stockwerksystem wird abgeschafft und alles auf eine Ebene verlagert“, sagt der Diplom-Ingenieur.

Laut Munz ist angestrebt mit dem neuen, intelligenten Logistiksystem die Produktionskosten um zehn Prozent zu senken. Besonders erfreulich sei, dass sich mit der Werkserweiterung auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter noch weiter verbessern werden.

Geschäftsführer Karlheinz Munz ging bei der Planung und Umsetzung „dieser größten Investition, die es je in der über 300jährigen Geschichte der Firma am Ort gab“, besondere Wege. Er wandte sich im Stadium der Materialflussplanung nicht an einen Fabrikplaner, sondern an den Technologie- scout Andreas Becker. Der erfahrende Ingenieur vermittelt Kontakte zwischen ratsuchenden Firmen und Wissenschaftlern in Südwestfalen. Professor Paul Gronau von der Fachhochschule Südwestfalen, Meschede, schickte Munz die Studenten Christian Engel und Dominik Bock. Die vermaßen alle 200 Maschinen von Nedschroef und bildeten sie auf Magneten ab. Ergebnis: Die neue Halle musste lang und schmal werden, weil Nedschroef nun einmal in einem Tal liegt. Munz spricht liebevoll von einer „Zigarre“, wenn er das neue Projekt beschreiben soll. In diesem Schlauch werden sich künftige die Materialflüsse nicht queren, die Mitarbeiter kurze Wege haben und gehärtete und ungehärtete Ware wird nicht durcheinander kommen.

Studenten hatten gute Praxis-Ideen

„Die Studenten haben einen Blaumann angezogen und Wochen in der Produktion verbracht“, sagt Geschäftsführer Karlheinz Munz. Auch die Belegschaft durfte „mitspielen“ und ihre Ideen dazugeben. Das sei die Gelegenheit gewesen, ihre Träume zu verwirklichen. Den hatte auch der beteiligte Student Christian Engel. Als „fertiger“ Ingenieur ist er zurück nach Altena gekommen. Jetzt steht er bei Nedschroef auf der Gehaltsliste.

30 neue Arbeitsplätze fest im Blick

„Langfristig“, so Munz abschließend, „ist geplant, nicht nur neue Maschinen zu kaufen, sondern auch Personal im Umfang von bis zu 30 Stellen zusätzlich einzustellen.“ Er nennt das „Wachstum durch neue Ideen“.

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