Stadtmarketing-Verein stellt sich ganz neu auf

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Ulrike Betzler-Hüttemeister und Alexander Schmitz mit Gästen der Veranstaltung (vorne v.l.). Bunt gemischt war die Gruppe der Teilnehmer am Ideen-Stammtisch.

Altena - Martin Schröder, der amtierende Schützenkönig der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft, saß mit am Tisch. Nicht als Schütze, sondern als Steuerberater und damit Dienstleister. Drahtunternehmer Joachim Brüninghaus war aus Interesse und als Lions-Mitglied gekommen. Und viele Handwerker, Einzelhändler, Vereinsvertreter, Kulturschaffende und Bürger nahmen sich Donnerstagabend auch knapp drei Stunden Zeit.

Mehr als 30 Personen konnte deshalb Alexander Schmitz, neuer Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, zum ersten „Ideen-Stammtisch“ im Hotel am Markt begrüßen. Und er war freudig überrascht.

Den Verein neu aufstellen, ihn weiter in der Stadt vernetzen, das hat sich der „Neue“ auf die Fahne geschrieben. Er möchte weg vom Image des reinen Einzelhändler-Vereins und Tourismus- beziehungsweise Kulturfördervereins hin zu einem Verein von Altenaern für Altenaer, um etwas für die Stadt zu bewegen.

Hauptgesprächspunkte waren Donnerstag neben der Neustrukturierung das Stadtfest, das am 4. und 5. Juni stattfinden wird.

„Zettel und Stifte liegen vor Ihnen. Schreiben Sie Ideen, Anregungen auf. Wir vom Vorstand nehmen das auf, verarbeiten das, tragen es zusammen. Uns ist einfach wichtig die Devise aus zu geben, wie kann der eine dem anderen wirksam helfen?“, sagte Schmitz. Natürlich sei der Mittelaltermarkt und alles darum schön, „doch das ist nicht alles. Wir müssen unser Altena gemeinsam langfristig attraktiver machen.“

Ein Weg dazu ist eine Internetseite, die bisher fehlt. Darauf will sich der Verein vorstellen, seine Ziele definieren. Schmitz richtet daneben auch ein Kontakt-Telefon ein. „Hier bitte anrufen, wenn jemand Anregungen, Ideen, Wünsche, aber auch Kritik, anbringen möchte.“ Die Rufnummer: 0151/23 555 365.

Einige Pflöcke für das Stadtfest am 4. und 5. Juni sind bereits gesetzt. Schmitz Idee für das Motto: „Fit und Fun in Altena“ basiert auf der Grundidee, möglichst alle Sportvereine der Stadt mit Aktionen, Info-Ständen oder Präsentationen an beiden Tagen einzubinden. So sind Beach-Volley-Ball- und Beach-Handball-Turniere, ein Staffellauf, eine Stadt-Olympiade und vieles mehr geplant. „Viele Vereine haben auch schon zugesagt“, so Schmitz. Doch auch Musik soll es geben, und zwar auf dem Bungernplatz. Neben der Acoustic Comfort-Band soll das Altenaer Blasorchester bei einem Seniorenfrühschoppen und die Band Fadersup um den gebürtigen Nachrodter Alexander Schmitz für Unterhaltung sorgen. Der Bürgerbusverein wird dazu einen stadtweiten kostenlosen Shuttle anbieten. Vorstellbar ist auch, dass die Schulen sich einklinken. Das Burggymnasium etwa mit einer Mini-Playback-Show. Olaf Diembeck und seine Tanzschule werden Proben ihres Könnens zeigen.

Donnerstag wurden erste Arbeitskreise gebildet und ein weiteres Datum für ein neues Treffen fest gemacht. Der 2. Ideen-Stammtisch findet am 28. April, 19 Uhr, im Hotel am Markt statt.

Kommentar von Johannes Bonnekoh

Vereinsvertreter, Einzelhändler, Handwerker, Dienstleister, Industrielle und Altenaer Bürger saßen am Tisch. Diesem Besucherkreis präsentierte Alexander Schmitz, neuer Vorsitzender des Stadtmarketing Vereins, zwei Themen, die er zunächst mit seinem neuen Team beackern will. 1. Den Verein neu strukturieren und vernetzen und 2. das Juni-Stadtfest zu einem Ort der Begegnung über das Einzelhandelsangebot hinaus zu machen. Schön, dass der „Neue“ stets von Ideen, Visionen, Anstößen sprach, nichts fest in Stein gemeißelt scheint. 

Das ging soweit, dass jeder Besucher sogar Papier und Bleistift vorfand, um seine Ideen (anonym) oder mit Namens- oder Vereinsnennung, aufzuschreiben, damit sie in einen Neuaufbruch einfließen können. Wenn Alexander Schmitz und Team es wirklich schaffen, weg von einem Einzelhandels-, Tourismus- und Kulturförderverein (so wichtig das auch ist) zu kommen, verdienen sie jede Unterstützung. Die Devise muss lauten: Einhaken, mitmachen! Davon kann Altena nur profitieren. Und davon hätten dann wieder alle etwas: Vereinsvertreter, Einzelhändler, Handwerker, Dienstleister, Industrie und Bürger.

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