Altenaer haben mitgefiebert

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Die jubelnden Altenaer haben ihren Stadthelden unterstützt.

Altena - Der Altenaer Stadtheld, Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, hat alles gegeben und doch hat es nicht gereicht, um den Spitzenreiter Stolberg zu schlagen.

Die volle Punktzahl holte er bei der Schätzfrage von „WDR2 für eine Stadt“, das blinde Einparken jedoch „versemmelte“ der 52-Jährige. 

WDR 2-Moderatorin Steffi Neu war mit ihrem Team zum „zweiten Finaltag im schönen Sauerland“ angereist und breitete sich auf dem Bungernplatz aus. „WDR 2 für eine Stadt“ – die Altenaer hatten online für ihn als Stadthelden gevotet. Wenig aufgeregt betrat Hollstein die Bühne: „Ich möchte das für Altena gewinnen.“

 Steffi Neu taufte ihn zu „Holli II.“, nachdem gestern bereits „Holli I.“ in Stolberg an den Start gegangen war . Zunächst legte er einen guten Start hin: Bei der Schätzfrage „Welche Regionalhymne ist die beliebteste in NRW?“ entschied er sich für „Viva Colonia“ von den Höhnern und lag damit goldrichtig. „Viva Colonia in Altena.“ Das spielte ihm drei Punkte ein. „Sauerland von Zoff hat nur eine Stimme weniger“, verkündete Steffi Neu. Auf Platz drei war „Ruhrgebiet“ von Wolfgang Petry gewählt worden. 

Musik und Comedy auf dem Bungernplatz

"Schnell, zügig, rein"

Die zweite Aufgabe forderte den gelernten Juristen etwas mehr heraus – rückwarts einparken und das auch noch blind. Gemeinsam mit Heinz Wagener, Verkehrsreferent des Motorsportclubs Altena, wurde im Vorfeld ein wenig geübt. „Beim Testlauf hat er es in 45 Sekunden geschafft“, sagte Wagener zuversichtlich. „Ganz Altena steht am Rande und jubelt ihrem Helden zu“, heizte die Moderatorin der Menge ein. „Schnell, zügig, rein“ – die Strategie von Wagener und Hollstein ging allerdings nicht auf. Ein falsches Kommando von Wagener brachte den Stadthelden mit dem langen Mittelklasse-Wagen in eine falsche Position, aus der er auch nicht so schnell wieder herauskam. Null Punkte. Hollsteins Kommentar: „In der Generalprobe lief es zu gut.“ Doch noch war nichts verloren. „Sei nicht traurig, Heinz!“ 

Acht Punkte für Altena

Das Eine-Minute-Quiz war die letzte Möglichkeit, die fehlenden Punkte einzuholen. So viele Quizfragen zum Land NRW in einer Minute wie möglich richtig beantworten – nach der Niederlage beim „Einparken extrem“ ging der Stadtheld die dritte Runde ganz entspannt an: „Wir haben nichts zu verlieren. Ich bin jetzt völlig locker“, sagte er und stellte sich den Fragen von Steffi Neu. Wie heißt die Dauerausstellung im Deutschen Drahtmuseum vollständig? „Vom Kettenhemd zum...“? Supraleiter war die Antwort, die nur zögernd über Hollis Lippen kam. Welche Stadt hat weniger Einwohner: Bochum oder Wuppertal? „Wuppertal.“ Das Publikum unterstützte ihn und rief ihm die Antworten entgegen. Seine richtigen Antworten brachten in 60 Sekunden fünf Punkte ein. „Acht Punkte für Altena“ – die reichten leider nicht für den Platz an der Spitze.

Comedian René Steinberg immitiert Reiner Calmund

Zwischen den Aufgaben sorgten Comedian René Steinberg und die Band „Godswill“ für Unterhaltung. Steinberg ist bekannt für das Imitieren verschiedener bekannter Stimmen. Zur Melodie von „Haus am See“ von Peter Fox besang er als Reiner Calmund den „Schmaus am See“ mit vielen Leckereien. Auch der „Tatort“ mit dem neuen Kommissar Til Schweiger wurde von ihm aufs Korn genommen. Die NRW-Nachwuchsband „Godswill“ gab rockige Songs wie mit deutschen Titeln wie „Goldrichtig“ zum Besten. Jetzt können die Städte Ibbenbüren, Gladbeck und Brüggen mit ihren Stadthelden zeigen, was sie können. „Brüggen hat Eis versprochen“, sagte René Steinberg. Die Finalwoche läuft noch bis Freitag.

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