Stadtchronist Frederik Isselhorst steckt mitten im Abi

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Stadtarchivarin Monika Biroth (l.) und Bürgermeister-Stellvertreter Stefan Kemper (r.) sind schwer begeistert von den von Gerd Klimpel (2.v.l.) und Frederik Isselhorst erstellten Chroniken. Dahinter steckt viel Arbeit.

Altena - Monika Biroth war überrascht, als sich mit Frederik Isselhorst ein Oberstufenschüler des Burggymnasiums als Stadtchronist anmeldete. Nach einer kurzen Hospitation im Archiv kamen beide ins Geschäft. Der 17-jährige hat die Chroniken für 2014 und 2015 zusammengestellt, wird aber nach seinem Abitur in diesem Frühjahr zum Studium nach Bonn gehen. Ab jetzt übernimmt Gerd Klimpel.

Klimpel war schon für das Jahr 2013 eingesprungen, nachdem sich die Pfiffikus-Agentur aus der Chronikarbeit zurückgezogen hatte. Das gebundene Werk liegt nun vor und kann natürlich im Stadtarchiv eingesehen werden. Viele Internetnutzer schätzen aber den Service der Stadt, die die Chroniken als pdf zum Download anbietet.

„Es ist schon enorm, was eine Stadt innerhalb eines Jahres erlebt!“ betonte Stefan Kemper, der in Vertretung von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein mit Archivarin Monika Biroth die Chroniken und Chronisten vorstellte.

Altenas jüngere Vergangenheit hat mit der Burgaufzugseröffnung und der Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge prägende Ereignisse erfahren, die die Stadt nachhaltig verändert haben. „Es passieren aber auch viele kleine Dinge, die schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden. In der Chronik sind sie wieder präsent“, so Kemper.

Stadtchronist sein, das ist kein Job für Menschen mit sogenannter „Aufschieberitis“. Sowohl Gerd Klimpel, als auch Frederik Isselhorst haben sich nach der täglichen Zeitungslektüre Notizen gemacht, diese am Wochenende zusammengefasst und so Monat für Monat einen Überblick über das Stadtgeschehen bekommen.

Das Gesamtwerk muss nicht chronologisch verfasst , sondern kann auch nach Themenschwerpunkten gegliedert werden. Der Ortschronist fasst die Ereignisse in einem eigenen Text zusammen und kann Bildmaterial hinzufügen. In den Gestaltungsmöglichkeiten ist er recht frei.

„Zeitgeschichtliches Interesse ist natürlich eine Hauptvoraussetzung“, berichtet Monika Biroth, die sich schwer angetan davon zeigte, mit welchem Elan Frederik Isselhorst sich den Chroniken 2014/15 widmete. Der Burggymnasiast (mit einer bemerkenswert eleganten Handschrift) hatte zugesagt, bis zum Abitur an der Stadtchronik arbeiten zu wollen. Das steht nun an und anschließend geht’s ins Studium von Geschichte und Politik.

Gerd Klimpel ist ein leidenschaftlicher Heimatkundler und damit nahezu prädestiniert, als Chronist zu wirken, weil er für die Aufbereitung des Jahrs 2013 „ins kalte Wasser geworfen worden war“. Er war spontan eingesprungen und hat er nun Erfahrungswerte. „Immer am Zeitgeschehen dran bleiben. Dann geht’s leicht von der Hand!“

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