Schüler klagen über Reizhusten und Atemprobleme

12-jähriger Schüler löst Großalarm in Altena aus

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Großalarm in Altena: Um 11.47 Uhr rückten am Freitag 40 Feuerwehrmänner des Löschzuges 1 zur Richard Schirrmann-Schule/Sekundarschule an der Nettestraße aus.

[Update 13.30 Uhr] Altena - Großalarm in Altena: Um 11.47 Uhr rückten am Freitag 40 Feuerwehrmänner des Löschzuges 1 zur Richard Schirrmann-Schule/Sekundarschule an der Nettestraße aus. Ein Eingreifen der Wehrkräfte mit Atemschutz-Montur war aber nicht notwendig. Ein Zwölfjähriger hatte mit Reizgas hantiert.

Vielleicht war es nur ein dummer Jungenstreich, der am Freitag in der Sekundarschule einen Großalarm auslöste. Fakt ist: Kinder klagten über Atembeschwerden und Unwohlsein, nachdem eine unbekannte Flüssigkeit im dritten Obergeschoss ausgelaufen war.

Die Lehrer reagierten prompt: Sekundarschule und Realschule wurden geräumt. 11.47 Uhr: Sirenenalarm in der Stadt. 40 Feuerwehrmänner des Löschzuges 1 mit ABC-Komponente rückten aus. Drei RTW und ein Notarzt waren vor Ort. Die Nette wurde gesperrt und war binnen weniger Minuten komplett verstopft.

Aufgeregte Kinder auf dem Schulhof

Aufgeregte Kinder auf dem Schulhof beobachteten das ganz große Aufgebot von Feuerwehr und Polizei, während es anderen am Rettungswagen „schon wieder viel besser“ ging. Gudrun Reinecke Bartelt als stellvertretende Schulleiterin wollte keine Auskünfte geben. „Ich spekuliere nicht.“

Stadtalarm nach Schülerstreich

Heribert Hertel, Leiter der Realschule, hatte so einen Einsatz in seiner Laufbahn noch nicht erlebt. „Aber das Wichtigste ist doch, dass niemand wirklich verletzt ist“, so Hertel. Und so war es. Niemand muss sich sorgen. 15 Kinder wurden vom Rettungsdienst betreut, aber es geht allen gut“, erklärte Wehrleiter Alexander Grass.

Zwölfjähriger hantierte mit Reizgas

Um 13.30 Uhr stand fest, was genau passiert war: Nach Auskunft von Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei, hatte ein zwölfjähriger Junge mit Reizgas hantiert. Er hatte das Spray im Rucksack einer etwas älteren Schülerin gesehen, es herausgenommen und damit in der Klasse hantiert. Was passieren könnte, war dem Jungen im Vorfeld nicht klar.

Der Klassenraum wurde geräumt und später gelüftet. Die Feuerwehrmänner mit schwerer Atemschutz-Montur mussten nicht eingreifen. Das Jugendkommissariat aus Lüdenscheid hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Eltern wurden informiert.

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