Stadt sucht Käufer für das Haus Köster-Emden

Nachtansicht des markanten Hauses Köster-Emden. Das stadtbildprägende Traufenhaus wurde vermutlich 1707 erbaut. 1755 ging es an den Reidemeister Carl Wilhelm Selkinghaus über. Die Stadt erwarb es im Jahr 1974.  Foto: Keim

Altena - Das stattliche Traufenhaus Köster-Emden war bis Ende 2014 die Heimat der Stadtgalerie. Zurzeit nutzt die ebenfalls im Gebäude befindliche Nebenstelle der Volkshochschule Lennetal das 120 Quadratmeter große Areal im Untergeschoss. Doch das ist kein Dauerzustand.

Wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein auf Anfrage sagte, versucht die Stadt bereits seit einiger Zeit, einen Käufer für das Haus zu finden. Er bezeichnete die Immobilie als „top gepflegt“ und hat sie bereits in einschlägigen Foren zum Kauf angeboten. Sollte sich kein Interessent finden, wäre auch eine Vermietung des Untergeschosses eine Option. Ob dazu ein Makler eingeschaltet werden soll, ließ Hollstein offen.

Darüber müsse sicherlich erst einmal der Rat befinden, sagte er. „Noch befindet sich das Haus im Portfolio der Verwaltung.“ Der kleine Garten oder Park, der sich direkt an das Haus anschließt, stehe aber wohl nicht zum Verkauf. Das sei eine sehr beliebte öffentliche Fläche, sagt der Verwaltungschef.

Im Jahr 1707 wurde das Traufenhaus erbaut. 1755 ging es in den Besitz des Reidemeisters Carl Wilhelm Selkinghaus über. Später kaufte es der Fuhrunternehmer Carl-Gustav Klincke. Für seine Gespanne ließ er einst sogar extra die Dachflächen zur Straßenseite verbreitern, damit sie beim Be- und Entladen vor Schnee und Regen geschützt waren.

Den Namen Köster-Emden erhielt das Haus durch seinen letzten Besitzer, Paul Köster, Schwiegersohn von Carl-Gustav Klincke. Als einer der Matrosen des kaiserlichen Kreuzers Emden durfte er nach dem ersten Weltkrieg den Beinamen Emden tragen. 1974 kaufte die Stadt das Anwesen, es wurde 2003 bis Ende 2014 zur Stadtgalerie.

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