Wohnungseigentümer fielen aus allen Wolken

Stadt erhält gefälschtes Angebot für Flüchtlingswohnung

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Symbolfoto

Altena - Bei der Stadt ist ein gefälschtes Schreiben eingegangen, in dem eine Wohnung zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten wurde. Die Wohnung existiert wirklich und damit auch deren Eigentümer – die fielen aus allen Wolken, als die Verwaltung anrief und um einen Besichtigungstermin bat.

Sie waren es nämlich nicht, die das Schreiben an den Bürgermeister schickten. Die Wohnung werde von ihnen selbst genutzt und stehe gar nicht zur Verfügung, berichten die Altenaer.

Sie gehen angesichts der in dem Schreiben offenbarten Detailkenntnisse davon aus, dass das Angebot an die Stadt aus ihrem näheren Umfeld stammt.

Dort sei nicht unumstritten, dass sie sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Davon werde man aber nicht ablassen, versicherte das Ehepaar gestern. Es hat wegen der gefälschten Unterschriften auf dem Brief an die Stadt die Polizei eingeschaltet.

Spendenbereitschaft der Altenaer echt und großartig

Es handele sich um einen bedauerlichen Einzelfall, sagte am Dienstag Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein – grundsätzlich sei die Spendenbereitschaft der Altenaer aber echt und großartig.

Es seien von privater Seite auch schon mehrere Wohnungen angeboten worden. Zusammen mit dem von der Baugesellschaft zur Verfügung gestellten Kontingent reichten die jetzt zur Verfügung stehenden Räume aus, um die im Laufe des Monats zu erwartenden Flüchtlinge unterzubringen.

Weil auch danach noch Wohnraum benötigt werde, seien weitere Angebote willkommen. Die Stadt zahlt je nach Zustand 3,50 bis vier Euro/Quadratmeter.

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