Evingser Pläne für Wanderweg kommen gut an

Der Rolle „Up dem Hecking“ galt natürlich auch ein Besuch. Rechts ist das Wasserrad zu erkennen, das einst für den Antrieb der Mechaniken diente.

Altena -  Mit Geldern aus dem EU-Förderprogramm „Leader“ könnte das Evingser Projekt der Drahtrollen-Route gehörig angeschoben werden. Die Entscheidung über die Vergabe und die Höhe des Fördersatzes rückt näher. Aus diesem Grund war am Freitag aus dem NRW-Umweltministerium Staatssekretär Horst Becker zu Gast. Eingeladen hatte ihn der Ortsverband der Grünen.

Dessen Sprecher Oliver Held konnte den Ministeriumsgesandten aus Düsseldorf am Nachmittag dort begrüßen, „wo Altena am schönsten ist“ und stellte eine „Geschichtsstunde unter freiem Himmel“ in Aussicht. Diese könnte künftig, wenn mit der Förderung alles klappt, noch um einiges gehaltvoller ausfallen.

Das Dorf hat sich unter Federführung des Heimatvereins mit dem Projekt Drahtrollen-Route erfolgreich an der Leader-Bewerbung der Region Lenneschiene beteiligt, um die Route und die Drahtrolle „Am Hurk“ deutlich aufzuwerten. Es winken immerhin Fördergelder in Höhe von bis zu 65 Prozent der Kosten.

Das EU-Programm trägt den sperrigen französischen Titel „Liaison entre actions de dévelopement de l’économie rurale“ - kurz Leader. Auf Deutsch hieße es etwa „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. „Leader“ erfordert, wenn Geld fließen soll, gute Netzwerkarbeit. Die hat der Heimatverein geleistet, indem er sich der Initiative „WasserEisenLand“ angeschlossen und das Drahtmuseum ins Boot geholt hat. An der Drahtrolle Hurk sind in diesem Zusammenhang einige Sanierungsmaßnahmen geplant, mit denen auch ein neues museumspädagogisches Konzept einhergehen soll.

Um die Drahtrollen-Route als Beleg der heimischen Industriegeschichte ins rechte Licht zu setzen, hatten sich die Grünen Schützenhilfe geholt: Friedrich-Wilhelm Klinke, seines Zeichens Vorsitzender des Heimatvereins, ging bei einer Führung entlang der Springer Straße über „Im Springen“ bis hinauf zum Hurk ins Detail.

Das Vorhaben setzt bei den historischen Drahtrollen-Gebäuden an und will sie mit einem durch Hinweistafeln illustrierten Industriepfad verbinden. Den Schwerpunkt der Route wird die Drahtrolle Hurk bilden, aber auch die Rolle Up dem Hecking soll zentraler Teil sein. Hier ruhen die Evingser Hoffnungen sogar auf einer Wiederbelebung der früheren Gaststätte: „Hier könnte man prima tagen.“Am Mittwoch werden die Gespräche über die Fördermöglichkeiten fortgesetzt. Die Signale des Staatssekretärs hinsichtlich der EU-Fördergelder waren wohl positiv zu deuten. Becker zeigte sich am Ende der Führung zuversichtlich, dass man das Evingser Projekt „weiter begleiten“ werde. Das ist wichtig, denn für die Umsetzung des EU-Programms sind in Deutschland die Bundesländer - und damit die Landesregierung Düsseldorf für Evingsen - zuständig.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausabe des Altenaer Kreisblatts.

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