Spenden für Flüchtlinge: Ein Blick ins THW-Lager

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THW-Ortsbeauftragter Frank Herbel sieht sich zusammen mit Ralf Berger im Möbelbestand um. An der Brachtenbeck ist heute der letzte Tag, an dem Spenden angenommen werden.

Altena - Kühlschränke, Betten, Herde - in der Garage der THW-Unterkunft werden die Spenden der Altenaer Bürger für die Ausstattung von Flüchtlingswohnungen zwischengelagert. Ein Blick ins Gebäude:

Fürs Erste muss die blaue Fahrzeugflotte des THW im Regen stehen. Zwar ist die Garage am Brachtenbecker Weg über 360 Quadratmeter groß, aber der Platz wird anderweitig gebraucht.

Möbel werden hier gelagert: Tische, Stühle, Betten, Schränke und Schränkchen, Couchen. In einer anderen Ecke der Halle stehen Herde oder Kühlschränke. Die wurden sogar einzeln auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft.

In der Garage der THW-Unterkunft werden die Spenden der Altenaer Bürger für die Ausstattung von Flüchtlingswohnungen zwischengelagert.

"Wir müssen mal wieder Inventur machen!"

Teils werden die Sachen von den Spendern selbst gebracht, in anderen Fällen springt die Feuerwehr ein und sorgt für den Transport, wenn der Spender das selbst nicht kann.

Kontrolle eines angelieferten Kühlschranks. Gesucht werden besonders noch Einzelbetten und Herde.

Wie viele Möbel derzeit in der Garage stehen, kann THW-Ortsbeauftragter Frank Herbel nicht genau sagen. „Wir müssen mal wieder eine Inventur machen“. Andererseits sei auch ständig Bewegung im Bestand, weshalb es nicht ganz einfach sei, den Überblick zu behalten. Eine feste Zahl gibt es jedoch: Im Materialraum lagern 100 Betten – von Ikea. Um die zu beschaffen, hat die Stadtverwaltung eigens reitende Boten nach Köln geschickt.

Für den Zusammenbau soll nun die THW-Jugend mobilisiert werden. Der ganz große Teil der gespendeten Möbel sei im Übrigen in einem guten Zustand, berichtet Ralf Berger, der am Donnerstag zu Beginn der Annahmezeit in der Garage auf dem Posten war.

Das Telefon klingelt permanent 

Zunächst war auch sehr viel Hausrat in der Brachtenbecker Halle gelandet, aber dann fiel die Entscheidung, den lieber in der Knerlingschule zu lagern.

Das DRK rückte am Samstag an und sorgte für den Transport in die ehemaligen Schule. Bei Annette Wesemann, die für das Stellwerk die Annahme der Spenden koordiniert, hat in den letzten Tagen das Telefon permanent geklingelt.

„Ich hätte eigentlich mehrere Telefone gebraucht. So sind manche Spender leider auch auf dem Anrufbeantworter gelandet.“ Wesemann blickt auf einen Bestand von 500 Tellern, 500 Tassen, 120 Stühlen und 30 Bettwäschesets.

„Das ist aber nur der Teil, den die Feuerwehr abgeholt hat. Wer noch etwas zur Brachtenbecke bringen möchte, hat am Freitag, 16. Oktober, ab 14 Uhr letztmals Gelegenheit dazu.

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