Stadt Altena senkt die Kanalgebühren

Altena - Da stimmt man doch gerne zu: Einstimmig empfahl der Betriebsausschuss dem Rat am Montag eine deutliche Senkung der Abwassergebühren. Die ist bekanntlich zweigeteilt: Die vom Frischwasserbezug abhängige Schmutzwassergebühr soll um 24 Cent auf 4,19 Euro pro Kubikmeter reduziert werden, das entspricht einem Rückgang von 5,4 Prozent.

Die Niederschlagsgebühr, die für jeden Quadratmeter versiegelte Grundstücksfläche zu zahlen ist, dürfte sogar um 13 Prozent sinken. Sie betrüge dann statt bisher 1,43 nur noch 1,24 Euro.

Er gehe davon aus, dass dadurch die zu erwartende Erhöhung des Trinkwasserpreises mehr als kompensiert werde, sagte der CDU-Politiker Uwe Kober. Marc Bunse, zuständig sowohl für sauberes als auch für schmutziges Wasser, widersprach dem nicht. Ausführlich hatte der Leiter des Abwasserbetriebs vor dem Beschluss erklärt, wie es zu Gebührensenkung kommen – und die ist wirklich erklärungsbedürftig, weil die Eigenkapitalverzinsung des Abwasserwerkes im kommenden Jahr auf sechs Prozent angehoben wird und damit fast 300 000 Euro mehr an die Stadt bezahlt werden muss. Darauf hat sich der Abwasserbetrieb vorbereitet, indem er Überschüsse der vergangenen Jahre in eine Rücklage überführte.

Zu den positiven Jahresergebnissen seit 2012 trug in erster Linie Straßen.NRW bei, wenn auch unfreiwillig: Der Landesbetrieb muss für das Niederschlagswasser zahlen, das auf seine Straßen fällt. Das beschloss das Oberverwaltungsgericht. In Altena sind das knapp 200000 Euro pro Jahr, außerdem wurden hohe Nachzahlungen fällig. Das Abwasserwerk habe aber auch seinen Betriebsaufwand zurückgefahren, erklärte Bunse. Außerdem werde seit fast zehn Jahren auf die Aufnahme von Krediten verzichtet, was sich inzwischen beim Zinsaufwand sehr positiv bemerkbar mache.

Bunse hat die neue Gebühren so kalkuliert, dass die Rücklagen bis 2019 reichen . Er gehe davon aus, das bis dahin Preisstabilität herrsche, sagte er.

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