Schulsozialarbeiterin Gisela Kreinberg leistet Einzelfallhilfe

An allen Schulen zuhause

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Gisela Kreinberg hat zehn Pausenengel an der Grundschule Breitenhagen ausgebildet.

Altena - Als Pendlerin zwischen den Grund- und Sekundarschulstandorten Altena und Nachrodt bleibt Gisela Kreinberg kaum Zeit für Präventionsarbeit mit ihren Schützlingen.

Jetzt ist es der Schulsozialarbeiterin gelungen, mit den „Pausenengeln“ am Breitenhagen ein nachhaltiges Projekt zu etablieren, das Bewusstsein für fairen Umgang schafft. Viel Theorie haben die Schülerinnen und Schüler mit Gisela Kreinberg gepaukt und sind nun mit Urkunden und Dienstwesten ausgestattet worden. Pausenengel können Schüler ab der dritten Klasse werden. 

Melden Streitereien

Sie unterstützen die Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht, melden schlimme Streitereien oder Kloppereien, helfen jüngeren Mitschülern beim Schuhezubinden, trösten traurige Mitschüler und bieten ihre Hilfe da an, wo sie gebraucht wird. Gisela Kreinberg ist sehr stolz auf die Schüler, die mitgemacht haben und nun ihren Einsatzplan bekommen für die großen Pausen. „Für solche Projekte bleibt in meinem Einsatzplan eigentlich kaum Zeit“, erklärt sie. Denn die Schulsozialarbeiterin im Dienst des evangelischen Jugendreferats teilt ihre Zeit auf zwischen Sekundarschule Nachrodt und Altena und den Grundschulschulstandorten Breitenhagen, Mühlendorf, Dahle, Evingsen und Nachrodt. Ihr Aufgabengebiet umfasst zwar viele Tätigkeiten, die das Berufsbild klar definieren, doch welche aktuen Sorgen Schüler, Lehrer und Eltern plagen, das weiß Gisela Kreinberg nie, wenn sie morgens ins Auto steigt. „Mein Glück ist, dass ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten besteht. Vor allem die Kinder wissen, dass sie mit jedem Problem zu mir kommen können.“ Und auch Probleme, die vor allem Lehrer und Mitschüler wahrnehmen, geht Gisela Kreinberg an - auch im häuslichen Umfeld der Schüler. 

Gisela Kreinberg pendelt zwischen den Schulstandorten.


„Ja, manche Eltern muss man an ihren Erziehungsauftrag erinnern“, erklärt die ausgebildete Pädagogin, die ihren Berufsschwerpunkt durchaus in der Einzelfallhilfe sieht. Auch mit Behörden und Sozialdienstleistern steht sie in Kontakt, wenn Kinder auffällig sind und Familien die Probleme nicht in den Griff bekommen. Darüber hinaus berät und informiert Gisela Kreinberg im Rahmen des Bildungs- und Teilhabegesetzes Familien mit geringem Einkommen über Förderungen und Zuschüsse.

Respekt und Wertschätzung


Jedes Kind soll die gleichen Chancen haben und ein von Respekt und Wertschätzung geprägtes Lernumfeld haben - dafür setzt sich die 59-Jährige ein. Und das auch von zuhause aus und am Smartphone - das ist unerlässlich, um auf dem Laufenden zu bleiben. „Letzteres gilt übrigens auch für die Trends, die die Schüler bewegen“, beschreibt Gisela Kreinberg. Sich mit den liebsten Freizeitbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen, das hält auch sie jung.

Gedacht hätte sie das nicht, als sie 2012 beim Jugendreferat anfing. „Der Beruf macht mir richtig viel Freude, mehr als alles andere, was ich vorher gemacht habe. Das Beste kommt zum Schluss!“

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