Festtagsgeläut begleitet ersten Umzug

Altenaer Schützenfest beginnt bei bestem Wetter

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Die Delegation des Patenbootes Frettchen: Mit Abstand der beste Gleichschritt im Festzug.

Altena - Weit über 1000 Schützen haben sich am Donnerstag am ersten Umzug des Altenaer Schützenfestes beteiligt. Zehn Kapellen mit weit 100 Musikern begleiteten ihn.

Die Schützen traten um 18.15 Uhr an den Stadtwerken an, wo sie Vorstand und König begrüßten – sie marschierten von der Burg zum Aufmarschplatz, von dem zuvor eine Handvoll Autos entfernt werden mussten. Ihre Fahrer hatten die klare Beschilderung missachtet.

Der Festzug bot einige Neuigkeiten. Zum einen musste die Marschroute leicht abgeändert werden, weil die Firma Lüling inzwischen die alte Kleffstraße überbaut hat. Am Kölschen Joe gab es dann zwar die gewohnten Böllerschüsse der Evingser Artillerie und Freibier für die Schützen (beziehungsweise Wasser, das bei den sommerlichen Temperaturen fast noch besser wegging), aber keinen gemeinsamen Auftritt aller Musiker mehr. Diese einst von Friedrich-Wilhelm Finkernagel begründete Tradition habe einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen, argumentierte Hauptmann Klaus Hesse. Hinter vorgehaltener Hand war aus Vorstandkreisen zu erfahren, dass das auch beim Festwirt auf Kritik gestoßen war: Weil der erste Zeltabend traditionell nur bis Mitternacht dauert, schmerzt ihn eine Zeitverzögerung von einer halben Stunde ziemlich.

Festauftakt der Altenaer Schützen am Donnerstag

Zurück ging es über den Markaner in Richtung Bungern – als der Festzug die Lutherkirche passierte, erschall das Festtagsgeläut ihrer Glocken. Auch das ein Novum und nicht etwa deshalb eingeführt, weil Schützenfest so schön wie Weihnachten ist: Die evangelische Gemeinde machte damit deutlich, dass die Kirche durch den Brand zwar schwer beschädigt wurde, aber eben noch steht. Sie verstand das Glockengeläut auch als Dankeschön an die vielen Feuerwehrleute unter den Schützen.

Am Bungern angekommen, hatte der Hauptmann ein waches Auge auf seine Mannschaft – ausdrücklich forderte er sie auf, sich an den bereitgestellten Wasservorräten zu bedienen. Dann hieß es „Stillgestanden“ zur Meldung an den Hauptmann und den sich anschließenden großen Zapfenstreich, der vom Tambourcorps Dahle und den Versetalern intoniert wurde. „Jetzt geht’s los“, jubelten die Schützen nach diesem feierlichen Akt und folgten den Kapellen ins Festzelt. - ben.-

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