Thomas Morus kostet viel Geld

Erst war die aufgegebene Kirche St. Thomas Morus nur die Heimat der Kompanie Mühlendorf in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft. Eckhard Kittendorf (l.) konnte jetzt mit Dietmar Vogt vom Freien Theater Auf Draht einen weiteren Nutzer gewinnen. Foto: Bonnekoh

Altena - Wenn sich am Samstag, 5. März, 20 Uhr, erstmals der Vorhang für das Stück „Funny Money“ des Freien Theaters „Auf Draht“ im Thomas-Morus- Haus hebt, muss garantiert niemand frieren.

Das verspricht Eckhard Kittendorf von den „Freunden der Heimatpflege im Altenaer Stadtteil Mühlendorf.“ Er bot der Theatergruppe nach dem Wegfall des Hauses Lennestein hier eine neue Bleibe an. „Wir haben einen langfristigen Vertrag geschlossen“, sagt der Vorsitzende des noch recht jungen Vereins, der stark an die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) angelehnt ist, aber dennoch völlig selbständig agiert.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das seit Jahren leer stehende Gebäude an der Friedhofstraße 40 unter unsere Fittiche zu nehmen“, sagt Kittendorf. So trafen sich hier zuerst die Schützen der Kompanie Mühlendorf, nach und nach erkannten aber auch Bürger, dass man im Keller des Gebäudes mit Gesellschaften von bis zu 80 Personen „gut feiern kann.“

Viel, viel Arbeit steckten die Schützen in die Pflege des Umfeldes von Thomas Morus und tun es noch. Doch auch im Innern gibt es viel zu tun. „Wir haben viele Baustellen“, so Kittendorf. Eine der größten wurde jetzt in Angriff genommen. „Wir haben die alte Ölheizung durch eine Gasheizung ersetzt. Eine Therme ist bereits eingebaut.“ Weitere Arbeiten müssen noch folgen. Damit trotzdem niemand frieren muss, gibt es eine große „Wärmeschlange“ und natürlich Heizstrahler. „Da kommt jede Gesellschaft gut zurecht“, sagt Kittendorf aus Erfahrung.

Im ehemaligen Kirchenschiff haben bis zu 400 Personen bequem Platz. „Alles unter 150 Teilnehmern verliert sich aber eher“, sagt er.

Ob es die Theke und WC-Anlage im oberen Bereich, die Küche und eine weitere Theke im Untergeschoss sind: „Wir haben noch viel zu tun, alles kostet und kostet. Vieles muss noch von Grund auf saniert werden. “ Zwar müssten die Heimatpflege-Freunde keinen großen Mietzins an die Kirche abführen, „doch wir sind für die Kosten der Liegenschaft zuständig und das alles muss erst einmal erwirtschaftet werden.“ Gepflegt ist alles – Profi-Putzer werden auch von Ehrenamtlichen unterstützt.

Die Nachbarschaft habe das neue Leben in der ehemaligen Kirche freundlich aufgenommen. „Wir haben Sondergenehmigungen für die Zeit des Schützenfestes, da ist hier immer sehr viel los. Ansonsten sind wir sehr um ein harmonisches Miteinander bemüht. Alle unsere Mieter kennen die Auflagen und sollten sich daran halten“, so Kittendorf. Bis jetzt habe es noch keine Probleme gegeben. Der Vorsitzende ist offen für Anfragen aller Art und gibt gerne Auskunft an alle Feierwilligen, Tel. 02352/24268 oder E-mail kittendorf-altena@t-online.de. Selbst Bedienungen und Zapfmannschaften können auf Anfrage gestellt werden.

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