Bald schnelles Surfen im Dahler Freibad?

Badleiter Uwe Wagner und seine Angestellte Patrice Kühnel mit dem Freifunk-Router, der den Freibad-Gästen seit Wochenbeginn ein kostenloses WLAN-Signal sendet. -  Foto: Schröder

Altena - Auf einer Luftmatratze im kühlen Nass liegen, den herrlichen Sonnenschein genießen und währenddessen mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen – auf dem Smartphone. Ein Szenario, das trotz seiner Ab straktheit schon bald im Dahler Freibad Normalität sein könnte.

Seit Wochenbeginn ist das Schwimmbad Anbieter des Altenaer „Freifunk“-Netzes. Die Besucher können ihre Mobilgeräte ohne lästigen Anmeldeprozess mit dem neuen Funknetz des Freibades verbinden. „Einige Besucher, besonders jüngeren Alters, haben uns schon in der Vergangenheit auf die Idee ‘WLAN im Freibad’ angesprochen. Wir kamen zu dem Entschluss, dass wir einfach dem dem Trend folgen müssen“, erzählt Badleiter Uwe Wagner.

Gemeinsam mit dem Dahler Ortsvorsteher Helmar Roder wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Nach kurzen Startschwierigkeiten bei der Einrichtung funktioniert die Benutzung nun einwandfrei.

Uwe Wagner sieht das neue Angebot zwiegespalten. „Natürlich wollen wir den Gästen einen tollen Service bieten“, so der Badleiter mit Blick auf die höhere Geschwindigkeit des WLAN-Netzes im Vergleich zum normalen Mobilfunknetz. Die schnellere Verbindung könnte auch einen gewissen Werbeeffekt mit sich bringen, wenn zum Beispiel jemand ein Foto aus dem Freibad in einem sozialen Netzwerk hochlädt und damit Freunde animiert, ebenfalls zu kommen. „Jedoch ist es auffällig, dass vor allem Jugendliche immer mehr auf ihr Smartphone fixiert sind und nur noch über das Internet miteinander kommunizieren.“ Auch Eltern würden teilweise mit schlechtem Beispiel vorangehen: Wagner erinnert sich an einen Sommertag, an dem ihm zwei Eltern aufgefallen sind, die knapp eine Stunde lang nur auf ihr Smartphone gestarrt haben, während die Kinder im Wasser waren. Unterm Strich blickt er jedoch positiv in die Zukunft: „Das WLAN gilt als zusätzliches, kostenloses Angebot, das die Leute gerne nutzen können. Vom Schwimmen wird sich deswegen sicherlich niemanden abhalten lassen.“

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