Sanierung der zweiten Stützmauer am BGA wird zur Schwitzkur

Stein auf Stein mit System

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In Handarbeit wird die Mauer abgetragen. Zum Transport auf den Hof steht immerhin ein kleiner Maurerkran bereit.

Altena - Sie haben mit einer Menge Erdreich und Schutt zu tun, außerdem mit schweren Steinen. Vielen schweren Steinen. Die Mauersanierung am BGA geht voran, fordert aber pfiffige Lösungen – und wird bei nahezu 30 Grad derzeit zur Schwitzkur.

Davon können die Mitarbeiter der Baufirma Verfuß aus Hemer ein Lied singen. Sie stehen nicht nur vor der Aufgabe, die alte Stützmauer an der südlichen Schmalseite des unteren Schulhofes abzutragen und zunächst eine neue, zusätzliche Mauer aus Gussbeton einzuziehen, sondern auch die alte Mauer später wieder zu integrieren. Das geschieht wegen der Hanglage und den beengten Platzverhältnissen in Handarbeit. 

Die Zahl der Bohrungen in den Blechen verrät die Nummerierung. Die kurzen Lochbleche stehen für die Zehnerpositionen, die langen für die Einser – hier also Stein Nummer 17.

Rund 21 Kubikmeter Bauschutt sind bisher abgefahren worden, die alle per Hand ausgehoben wurden. Die Schachtung zwischen Schulgebäude und Bismarckstraße hat eine Länge von rund zwölf Metern. Die Mitarbeiter der Baufirma aus Hemer müssen auch dafür sorgen, dass die ursprüngliche Mauer später als Verblendung vor der neueingezogenen Mauer wieder einen Platz an Ort und Stelle findet. Und zwar so, wie sie einst dort stand. Um das zu erreichen, hat Verfuß-Maurermeister Franz-Josef Ebel auf einen interessanten Kniff zurückgegriffen. Dabei wird jeder Stein gemäß seiner ursprünglichen Lage nach Schichten oder Reihen sortiert und auf Paletten gelagert.

Der Clou aber ist die Kennzeichnung - sie geschieht durch Lochbleche, kurze und lange. Anhand der Zahl der Bohrungen in den Blechen wird gezählt. Die kurzen Lochbleche stehen für die Zehnerpositionen, die langen für die Einser einer jedoch Zahl. Stein Nummer 17 zum Beispiel ist gekennzeichnet durch ein kurzes Blech mit einem Loch und ein langes mit sieben Löchern. 

„So sind wir auf der sicheren Seite, auch wenn es mal einen Platzregen gibt“, mein Ebel. Nummerierungen mit Kreide zum Beispiel wären deshalb nicht geeignet. Auch Sprühfarbe scheide aus, sagt der Fachmann. „Da müssten die Zahlen viel zu groß werden, um sicher lesbar zu sein.“ Keiner der Steine wiegt unter 20 Kilo, schätzt Ebel. und es sind rund 200 an der Zahl. Die Arbeiten stehen im Übrigen unter Zeitdruck, denn bis zum Ende der Ferien soll alles wieder hergerichtet sein. Das gilt dann auch für den angrenzenden Ballfangzaun.

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