Mit Gebeinen des Täufers unterwegs 

Ritterschaft der Wolfskuhle bezauberte auf Burg Altena

Waffenkunde im Zweikampf: Die Ritterschaft erklärte, welche Schilder und Schwerter die Ritter und Knappen nutzten.

Altena - Gern gesehene Gäste sind die Mitglieder der Ritterschaft der Wolfskuhle auf Burg Altena. Die mittelalteraffine Gruppe war am Sonntag im Burghof zu Gast, um die Gäste mit Waffen, Mode, Küche und Handwerk der Epoche zu faszinieren.

Früh-, Hoch- und Spätmittelalter können die Mitglieder mit ihren Kostümen, Rüstungen, Haushaltswaren und vielen liebevoll gestalteten Zubehören darstellen. Mit diesem riesigen Fundus sind die 15 Mitglieder plus befreundete Darsteller einmal im Jahr auf Burg Altena zu Gast. „Wir sehen uns das Publikum an und überlegen dann spontan, was den Gästen gefallen könnte“, erklärt die Ritterschaft. Schaukämpfe sind immer wieder ein Mittel, um kleine und große Burgbesucher in ihren Bann zu ziehen, weshalb auf der Freilichtbühne am Sonntag immer mal wieder das Schwert gezückt wurde.

Im oberen Burghof hatten sich Küche und Färberei eingerichtet. Fasziniert ließen sich die Tagesgäste vorführen, wie mit Hilfe der grünen Walnussfrucht Wolle braun gefärbt werden kann.

Dass die Ritterschaft auch viel Humor hat, das erfährt jeder, der einen Blick in ihren größten Schatz werfen darf: Einst hat ein ehrlicher Dieb den Edelmännern die Gebeine Johannes des Täufers überlassen. Zu den Knochen haben sich einige Edelsteine und Goldmünzen gesellt und besonders artige Kinder bekommen sogar ein kleines wertvolles Stück daraus geschenkt. Zudem kümmern sich die großen Ritter auch um den Knappennachwuchs: Kettenhemdanlegen ist ausdrücklich erwünscht.

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