Besondere Jugendbetreuung für unbegleitete Flüchtlinge

Rathaus-Abteilungsleiter Uwe Krischer und sein Team haben viel zu tun.

Altena - Zurzeit leben etwa 400 Flüchtlinge in der Stadt. Ein Dutzend davon gehören zur Gruppe der „unbegleiteten Flüchtlinge“, wie Uwe Krischer, Abteilungsleiter im Rathaus, auf Anfrage bestätigte.

Nach einer Gesetzesnovelle vom November des vergangenen Jahres sind nicht mehr allein fünf Jugendämter im ganzen Land für die Versorgung dieser Kinder zuständig. „Damit waren insbesondere Köln, Aachen oder Dortmund, dort, wo die jungen Leute aus den Zügen stiegen, überfordert“, weiß Krischer. Seit November greift eine „landesweite Verteilung auf alle Jugendämter in NRW“.

Untergebracht sind die jungen Leute in Altena im ehemaligen Krankenhaus an der Freiheitstraße. Zuständig für die Betreuung ist neben dem Allgemeinen sozialen Dienst im Rathaus ein örtlicher, ambulanter Kooperationspartner. Die Minderjährigen sind als Personen mit einem erhöhten Betreuungsaufwand eingestuft.

Das Verfahren, das sie gleich nach ihrer Ankunft durchlaufen, ist landesweit geregelt. „Es heißt Clearing“, so Krischer. Zwingende Elemente sind das Suchen nach Verwandten oder ihren Familien in Deutschland. Ärzte müssten klären, ob die Kinder traumatisiert seien oder wie die „permanente Hilfe“ im Einzelfall zu regeln sei. Das gehe weit über das übliche Reglement hinaus. „Sie sind hilfesuchenden deutschen Kindern gleichen Alters gleichgestellt“, so Krischer. Neben dem Nachkommen der täglichen Schulpflicht würden sie besonders in den Nachmittagsstunden und über Nacht betreut. Dabei sei über die Schule hinaus das Erlernen der deutschen Sprache ein wesentlicher Schwerpunkt.

Die Neu-Altenaer, die dieser Gruppe angehören, sind „alle 16 beziehungsweise 17 Jahre alt“, erläutert Krischer. Und: Es gäbe eine enge Vernetzung in der Betreuung mit anderen Jugendämtern und Fachbehörden, um das Beste für die Kinder zu erreichen.

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