Rätsel um altes Foto aus dem Kreisarchiv gelöst

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Dieses Haus an der Klusenstraße wurde gesucht.

Altena - Das Rätsel um ein unbekanntes, altes Gebäudefoto aus der Burgstadt in den Beständen des Kreisarchivs ist gelöst.

Es befindet sich tatsächlich an der Klusenstraße, nicht an der Kronenstraße. Die Kronenstraße hatten viele als Standort des Gebäudes vermutet – interessanterweise darunter viele, die dort wohnen oder gewohnt haben, berichtet Kreisarchivar Ulrich Biroth. Und das gesuchte Gebäude steht noch. „Die Sache mit dem ‘Suchbild’ hat hervorragend geklappt‘“, freut sich Biroth. Die Resonanz war ungewöhnlich groß. So erhielt er allein nach der Veröffentlichtung im AK ein gutes Dutzend Hinweise auf das Foto. Dazu kamen weitere Tipps von Nutzern der Internet-Plattform Facebook, so dass es am Ende etwa 20 Aussagen zum Foto gab.

Umnummerierung der Klusenstraße zwischen 1906 und 1911

 „Das ist eine ganze Menge“, sagt Ulrich Biroth, „so viel Resonanz gibt es nicht oft.“ Zur Vermutung Kronenstraße: Dort gibt es ein ähnlich aussehendes Gebäude, und es gibt auch einen Treppenaufgang zur Klusenstraße, ähnlich wie er im Foto von 1913 zu sehen ist. Aber diese Hinweise führten letzlich in die Irre. „Es ist definitiv die heutige Klusenstraße Nummer 18“, ist sich Biroth jetzt sicher. Und er hat auch herausgefunden, warum es wegen der Hausnummer 10 von 1913 zu Verwirrung gekommen ist, denn mit der heutigen Adresse stimmt die nicht mehr überein: Zwischen 1906 und 1911 hat in der Klusenstraße eine Umnummerierung stattgefunden. Im Adressbuch von 1906 war es noch die Hausnummer 10, im Adressbuch von 1911 dann die heutige Hausnummer 18. 

Identität der Frauen auf Bild noch unklar

Auf der Postkarte, die 1913 an Wilhelm Nuss adressiert wurde, sind auch zwei Frauen abgebildet. Dazu Ulrich Biroth: „Bei den beiden Frauen auf dem Foto waren sich die Anrufer unsicher, ob die beiden zur Familie Nuss oder Schöneis gehören. Da bin ich noch dran“, verspricht der Archivar. Sicher scheint aber, dass die Familie Nuss nicht Eigentümer des Gebäudes war, sondern dort zur Miete gewohnt haben dürfte. Auch Stadtführer Gerd Klimpel hat sich an der Lösung beteiligt. Er schreibt in einem Kommentar zu dem Foto: „Heute ist das das Haus Klusenstraße 18, nach der Nummerierung war es gemäß Katasterkarte von 1892 die Nummer 10 und gehörte seinerzeit Friedrich Wilhelm Köllmann, später dann der Familie Schöneis, nicht Nuss. Abgebildet ist nicht die Straßenfront, sondern der Hof mit der oberen Hausseite. Diese Ansicht bietet sich beim Blick die Klusenstraße herunter Richtung Dömchen.“

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