Puppen mit Charakter auf der Burg Altena

Lebensecht wirkten diese Babypuppen einer Ausstellerin. ▪
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Lebensecht wirkten diese Babypuppen einer Ausstellerin. ▪

ALTENA ▪ Lebensechte Babypuppen, 100 Jahre alte Charakterpuppen oder flauschige Teddybären: Die Puppen- und Teddybörse lockte am Sonntag zahlreiche Besucher auf die Burg Altena. Dabei waren dort nur sechs Aussteller vertreten, doch die hatten zahlreiche Kostbarkeiten mitgebracht.

Vor allem am Stand von Sabine Krumpolt staunten viele Besucher. „Oh wie süß“ oder „Die wirken ja so echt“, waren nur einige Bemerkungen der Gäste. Krumpolt verkaufte ihre selbst hergestellten und lebensecht wirkenden Babypuppen.

Die Rohlinge für die Puppen aus Vinyl bekommt die Hobby-Künstlerin geliefert. Das Aussehen mit Hautfarbe, Haar und Bekleidung liegt dann in ihrer Hand. „Etwa vier Wochen brauche ich für eine Puppe“, sagte die Wuppertalerin und erklärte damit auch den Preis der Puppen – zwischen 230 und 350 Euro. Auftragsarbeiten erledigt Sabine Krumpolt selten, dann sind es Kunden, die Babyfotos ihrer Kinder mitbringen.

Lieber lässt Krumpolt ihrer künstlerischen Freiheit ihren Lauf. „Das macht mir einfach sehr viel Freude“. Eines liegt der Frau aber besonders am Herzen. Die Puppen seien kein Baby-Ersatz, sondern „Sammlerpuppen, die einen Augenblick den Anschein eines echten Babys erwecken“.

Neben Sabine Krumpolt waren natürlich auch die Sammler historischer Puppen auf der Burg vertreten. So auch Gabriele Bothen-Hack und Ingrid Altfelder. Sie besuchen seit vielen Jahren gemeinsam die Puppenbörsen. „Das ist für uns wie eine große Familie“, sagt Gabriele Bothen-Hack. Sie vermisst allerdings die Sammelleidenschaft bei der heutigen Generation. „Die heutige Jugend ist eine Ikea-Generation“, meint die Sammlerin. Vieles würde zu schnell wieder weggeworfen.

Zurzeit würden viele Puppen auf den Markt kommen, bestätigt ihre Mitsammlerin Ingrid Altfelder. „Da geht eine Sammler-Generation“, erzählt Bothen-Hack und verweist darauf, dass derzeit auch die Preise für historische Puppen sinken.

Viel zu tun hatten am Sonntag auch wieder die Puppendoktoren Margret Bühnen und Christa Körber. Sie kamen kaum mit der Arbeit hinterher. Viele Schätzchen konnten sie – komplett repariert – wieder an ihre Besitzer übergeben. ▪ David Schröder

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