Planungen für Weihnachtsgeschäft beginnen oft schon im Januar

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Die ersten Messen für Weihnachtsdekorationen finden bereits im Januar statt.

Altena -  Jetzt geht es in die heiße Phase: Am Sonntag ist der erste Advent und die Weihnachtszeit beginnt. Viele Einzelhändler Altenas hingegen machen sich schon deutlich länger Gedanken um das Fest der Liebe: teilweise schon seit Januar.

Dann nämlich finden bereits die ersten Messen mit den neuesten Deko-Trends für das kommende Weihnachtsfest statt. „Ein bisschen sollte man schon mit dem Trend gehen, allerdings ist es hier anders als in großen Städten wie zum Beispiel Düsseldorf. Pinkfarbene Weihnachtskugeln passen nun mal nicht in unser kleines Örtchen“, sagt Petra Piekny vom „Haus der Geschenke“. Zwar gebe es immer mal wieder Menschen, die auf der Suche nach etwas Ausgefallenem sind – überwiegend werde in Altena jedoch der eher traditionelle Weihnachtsschmuck bevorzugt. 

Eine Mischung aus aktuellen Trends und traditioneller Deko wird in Altena angeboten.

Im Dekorations-Geschäft werden die neuen Kollektionen für gewöhnlich bereits ein Dreivierteljahr vor dem eigentlichen Fest vorgestellt. Piekny versucht, immer eine gute Mischung aus aktuellen Trends und traditionellem Weihnachtsschmuck im Angebot zu haben: „Man muss sich individuell darauf einstellen, was den Kunden gefällt und was sie sich leisten können oder wollen.“ Dass zu Weihnachten generell mehr Betrieb sei, liege unter anderem an der Natur der Sache: „Natürlich ist an Weihnachten immer mehr los, aber das kommt auch daher, dass sich zu dieser Zeit eben alle beschenken.“ 

In der Weihnachtszeit sind mehr Leute unterwegs

Auch Nancy Landgraf von „LieblingsStücke Altena“ merkt an, dass in der Weihnachtszeit mehr Leute als sonst unterwegs sind. „Stressig wird es aber auch in dieser Zeit in Altena wahrscheinlich nie werden“, fügt sie lachend hinzu. Auch sie hat sich bereits im Sommer um ihr Weihnachtsangebot Gedanken gemacht. „Ich habe viel nach meinem eigenen Geschmack ausgewählt, man muss ja auch dahinter stehen können. Außerdem muss es zum Konzept des Ladens passen – in meinem Fall ist das viel mit Holz und Natur.“ 

In Altena werden eher traditionelle Dekorationen bevorzugt.

Sich im Sommer bei 30 Grad durch Weihnachtsdekorationen wühlen – das kennt man auch bei „Geschenkideen Turner“. Auch dort richtet man sich zum einen nach der Nachfrage, zum anderen sollen sich die Dekoartikel von denen in den anderen Läden abheben. Bei den Kunden komme dieses Konzept gut an. Daher wurde das Angebot in diesem Jahr auch ausgeweitet. Stressig sei die Weihnachtszeit jedoch schon. Vor „Kunst und Kram“ von Waltraud Brawanski und Gabriele Dören-Rüther mutet es auch schon weihnachtlich an. „Unsere Weihnachtsartikel müssen schon die klassischen Farben haben, also rot, grün und gold. Wir achten auch darauf, dass wir für Groß und Klein etwas haben. Auch alte und antike Dinge sind sehr beliebt“, berichtet Dören-Rüther. 

Es wird "mehr geguckt als gekauft"

Mittlerweile werde in der Altenaer Innenstadt zwar „mehr geguckt als gekauft“, trotzdem verspricht sie sich etwas vom Weihnachtsgeschäft: „Wenn Weihnachtsmarkt oder auch das Winter-Spektakulum auf der Burg sind, kommen auch mehr Menschen in die Innenstadt. Und wenn sie dann etwas sehen, das ihnen gefällt, fackeln sie für gewöhnlich auch nicht lange.“ Durch das Weihnachtsgeld sei vielen Menschen auch die Möglichkeit gegeben, in dieser Zeit mehr einzukaufen. In drei Wochen beginnt Petra Piekny schon mit den Planungen für das nächste Fest: Dann werden in ihrem Laden Osterhasen ausgepackt und warten dann im Lager auf ihren Einsatz im Frühjahr 2017.

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