Prange-Film schon im Netz zu sehen

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Michael Martin (vorne) im Oktober bei den Dreharbeiten mit Peter Prange.

Altena - So schnell kann Film sein: Keine zwei Monate nach den Dreharbeiten kam jetzt der Peter Prange-Film aus der „Woll“-Reihe zwar nicht ins Kino, so aber doch zu youtube. Seit dieser Woche kann man ihn im Internet bewundern.

Michael Martin schreibt seit einigen Jahren „unterhaltsame Schwarten für das Sauerland“ und setzt sich neuerdings auch filmisch mit der Region auseinander – die ersten Beiträge seiner „Woll“-Reihe stießen im Netz auf große Resonanz.

Das wird sicher bei dem Streifen, den Martin im Oktober in Altena drehte, nicht anders sein. Immerhin holte er mit Peter Prange einen weit über die Grenzen des Sauerlandes bekannten Akteur vor die Linse. Prange ist Schriftsteller, schreibt vor allem historische Romane. Sein nächstes Werk wird sich allerdings mit seiner Geburtsstadt Altena und den 1940-er Jahren beschäftigen.

Prange hat Altena nach dem Abitur am Burggymnasium verlassen. Das war vor über 30 Jahren – und doch bezeichnet der 60-Jährige Altena und das Sauerland auch heute noch ganz selbstverständlich als seine Heimat. Im Film kommt das schön rüber, zum Beispiel wenn er vom Bettenhaus Prange, dem Laden seiner Eltern, berichtet – in den Schlafzimmern von deren Kunden habe er so etwas wie eine „schriftstellerische Grundausbildung“ genossen. Hilfreich war natürlich auch, dass schon der Opa gerne las und dass diese Tradition in Pranges Elternhaus fortgesetzt wurde – „richtige Leseratten“ seien das gewesen, erinnert sich der Bestsellerautor. 

Dass die Stadtbücherei damals direkt gegenüber des Wohn- und Geschäftshauses der Familie war, erwies sich als ebenso praktisch wie die Tatsache, dass Peter die für das Gymnasium notwendigen Schulbücher in der Regel von seiner älteren Schwester erhielt und dass er die für die Lernmittel erforderlichen Gutscheine bei Katerlöh in die Buddenbrooks und andere Romane investieren konnte. Sowohl in der Bücherei als auch bei Katerlöh wurde deshalb auch gedreht und auch im Lennekai – schließlich geht es in dem Film ums Sauerland und damit auch um die Region, in der das beste Pils gebraut wird. „Biertrinkern kann ich das Sauerland am besten erklären“, erklärt der Autor. Und Regenliebhabern: „Plätschern“ sagt er auf die Frage nach seinem Lieblingswort „auf sauerländisch“.

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