Reisender mit Gottvertrauen

+
Jürgen Ruck stellt sicher, dass die Gemeindearbeit weitergeht.

Altena - Den pointierten Einstieg liefert der neue Pfarrer selbst: „Es geht ein Ruck durch die Gemeinde“, sagt Jürgen Ruck über sein neues Tätigkeitsfeld in Altena.

Dabei lacht er herzlich und fügt an, was er gern über sich lesen mag: „Humor darf ruhig in dem Text stehen“, erklärt der Pfarrer im Entsendungsdienst, der Merle Vokkert in der evangelischen Kirchengemeinde Altena unterstützt. Den hat er sich in 32 Jahren im Beruf angeeignet. Neu ist ihm die Stadt nicht: Neun Jahre schon kehrt Jürgen Ruck immer mittwochs im Ellen-Scheuner-Haus ein, wo er Gottesdienste veranstaltet und Seelsorge für Bewohner, Angehörige und Personal bietet. Seniorenarbeit gehört schon lange zum Tätigkeitsfeld des Schwerters. Bevor mit dem Stellenwechsel von Dr. Dietmar Kehlbreier die Karten für ihn neu gemischt wurden, war er zu 80 Prozent für die Region Letmathe und Umgebung zuständig, wo viele Gemeindekreise zu betreuen und auch Jürgen Rucks Fähigkeiten in der Hospizarbeit gefragt waren.

Konfirmandenausbildung und vor allem die Vater-Kind-Arbeit liegen ihm am Herzen. „Eine sehr dankbare Aufgabe!“, berichtet er begeistert. Ob sie sich hier vor Ort etablieren wird? „Wer weiß?“ Aktuell geht’s darum, dass die Gemeindearbeit in Altena im vollen Umfang weitergehen kann. Sobald sich eingespielt hat, wie sich die 50 Prozent Pfarrvertretung und die 30 Prozent Regionalarbeit mit Schwerpunkt Wiblingwerde genau aufteilen, sieht er weiter. Die 20 Prozent im Scheuner-Haus bleiben unangetastet. „Vermutlich ändert sich mein fester Arbeitstag im Haus. Die Aufgaben aber nicht.“

Man merkt’s: Jürgen Ruck ist schon viel rumgekommen: Zwei Jahre in Dortmund-Eichlinghofen, drei Jahre in Schalksmühle-Dahlerbrück, acht Jahre in Dortmund-Aplerbeck und neun Jahre in Letmathe. Geplant war das nicht nach dem Theologiestudium. „Anfang der 80er Jahre gab’s aber noch 30 Bewerber auf eine Stelle. So bin ich im Entsendungsdienst gelandet.“ Den weiß Jürgen Ruck mittlerweile sehr zu schätzen, auch weil er berufliche Flexibilität und familiäre Standortsicherheit garantiert für seine Frau, die von Schwerte aus gut zu ihrer Arbeit nach Dortmund kommt und die beiden Töchter, die ohne Wechsel ihre Ausbildung beenden können. Kirchenrechtlich wird Pfarrer Jürgen Ruck aber sesshaft werden müssen: Mit 55 soll jeder Pfarrer eine feste Gemeinde haben. Dem 53-Jährigen sind noch drei Jahre im Entsendungsdienst zugesichert worden von Superintendentin Espelöer. Was dann kommt, liegt in der Hand des Herrn.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare