Ein Bürgermeister ist auch Arbeitgeber

Der öffentliche Dienst dürfe nicht vom allgemeinen Lohnniveau abgekoppelt werden, meint Dr. Andreas Hollstein.

Altena - Als Chef der Verwaltung ist Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein auch Vorgesetzter von mehr als 100 Mitarbeitern und hat dementsprechend oft mit dem Personalrat zu tun. Er schreibt:

„Ich halte die Sozialpartnerschaften bei uns für unverzichtbar. Sie ist ein wesentliches Merkmal unserer sozialen Marktwirtschaft. Als Verwaltungschef, also als Arbeitgeber, sage ich: Auch wenn man in Einzelfällen die Personalvertretung schon mal lästig finden mag, so ist sie insgesamt doch wichtig.

 Wir sind darauf angewiesen, dass es einen gerechten Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen gibt, sonst würde der Betriebsfrieden in Gefahr geraten. Dazu leisten die Personalvertretungen einen erheblichen Anteil. Für mich sind sie deswegen eine Art Keimzelle der Arbeitnehmerbewegung. Dass sie im Einzelfall den Rückhalt ihrer Gewerkschaft brauchen und suchen, ist nur logisch.

Zur aktuellen Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst: Natürlich würde ein Abschluss nach den Vorstellungen von Verdi unsere Stadt finanziell belasten. Allerdings habe ich schon vor Jahren gesagt, dass es auf Dauer nicht gut gehen kann, wenn der öffentliche Dienst über Jahrzehnte von der Einkommensentwicklung in anderen Branchen abgekoppelt ist. Dass im Rathaus der Arbeitsdruck durch den seit Jahren anhaltenden Personalabbau gestiegen ist, ist richtig – aber das ist doch auch in der Industrie nicht anders.“

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