Sechster Demenztag am Donnerstag im Lutherhaus / Zwei Referenten

Demenz bleibt im Fokus

Eine Ergotherapeutin unterhält sich mit einer an Demenz erkrankten Patientin in einem Seniorenheim. Foto: DPA

Altena - Das Thema Demenz bleibt gesellschaftlich präsent und wird weiter an Bedeutung gewinnen. In diesem Sinne bildet der mittlerweile sechste Demenztag ein Datum, das die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema in der Burgstadt belegt.

Die Vorbereitungen für die Veranstaltung sind weitgehend abgeschlossen. Sie findet statt am Donnerstag, 22. Oktober, im Lutherhaus. Dabei wird zum einen eine weitere Gruppe als Bestandteil des Netzwerks vorgestellt, zum anderen konnten zwei Referenten für Vorträge gewonnen werden. Dabei werden wissenswerte Einzelheiten zu Fragen rund um das weite Thema angesprochen.

Die Reihe der Wortbeiträge beginnt um 16.30 Uhr. Dann wird sich die Betreuungsgruppe „Altes Pfarrhaus“ vorstellen.

Ein weiteres Thema legt Joachim Effertz vor, Vorstand der Baugesellschaft. Er spricht ab 16.45 Uhr über „Barrierearmes Wohnen“. Hier geht es um eine Vielzahl von kleinen und großen Dingen, die Menschen in ihrem täglichen Wohnumfeld Erleichterungen bringen und ein höheres Maß an Selbstständigkeit erlauben. In der Baugesellschaft beschäftigt man sich bereits seit einigen Jahren mit diesem Themenkomplex.

Um Veränderungen geht es auch im zweiten Vortrag des Tages, jedoch dann aus einem anderen Blickwinkel. Matthias Kortwittenborg vom Demenzservice-Zentrum NRW in Dortmund widmet sich einem Thema, das wohl in erster Linie an Angehörige von Demenzkranken gerichtet ist. Kortwittenborg geht auf Fragen ein wie „Wie weit kann ich aus Sorge um meinen Angehörigen gehen und sein Umfeld verändern?“ Dazu gehört dann aber auch eine zweite Frage: „Wie viel Selbstbestimmung muss ich ihm lassen?“

Anschließend besteht Gelegenheit zu individuellen Beratungen und zum persönlichen Austausch über die angesprochenen Themen. Außerdem steht Informationsmaterial der Pflegeberatung des Märkischen Kreises und der AOK bereit.

Das Programm des Pflegetages beginnt mit um 16 Uhr mit einem Empfang im Lutherhaus. Gegen 16.10 Uhr ist die Begrüßung der Teilnehmer und Gäste vorgesehen und um 16.15 Uhr steht eine Andacht auf dem Programm. Interessenten sind herzlich eingeladen, sich informieren zu lassen

Stichwort Demenz:

Die Zahl der demenzkranken Menschen wird Schätzungen zufolge bis 2030 auf etwa 2 bis 2,5 Millionen bundesweit ansteigen. Die Zahl der alleinlebenden Menschen ebenfalls. Aktuelle Fallzahlen für Altena können deshalb nur geschätzt werden. Das Netzwerk Demenz Altena besteht aus zehn Einrichtungen und Gruppen, darunter das Stellwerk, die Diakonie, oder das Perthes-Werk. Den ersten Altenaer Demenztag gab es im Jahr 2010.

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