Öffnungszeiten des Bürgerbüros werden angepasst

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Erste Anlaufstelle der Verwaltung ist der Stadtpavillon am Markaner. Er hat relativ großzügige Öffnungszeiten, die zum Jahreswechsel reduziert werden.

Altena - In Altena hat das Bürgerbüro längere Öffnungszeiten als vergleichbare Einrichtungen anderer Städte. Das werde sich mit dem Jahreswechsel ändern, kündigte die Verwaltung in der Hauptausschusssitzung am Montagabend (28. November) an.

 Ein ganzer Wust von Zahlen wurde den Politikern in diesem Zusammenhang präsentiert – dabei hatten sie die Angelegenheit nur zur Kenntnis zu nehmen, es handelt sich um ein „Geschäft der laufenden Verwaltung“. Deren Entscheidung wurde jedenfalls nicht aus dem hohlen Bauch getroffen. An 140 Öffnungstagen wurde genauestens darüber Buch geführt, wann wie viele Kunden die Dienste in Anspruch nahmen. Etwa 4400 Besuche wurden in dieser Zeit gezählt, das sind im Schnitt 31 pro Tag. Die verteilen sich aber sehr unterschiedlich. 

Größte Überraschung dabei: Einmal im Monat hat das Bürgerbüro samstagmorgens geöffnet – und kaum einer kommt. Auch mittwochsnachmittags herrscht dort relativ wenig Betrieb. Dienstags wird der Stadtpavillon am Markaner schon um 7 Uhr geöffnet, an allen anderen Tagen geht es um 8 Uhr morgens los – und zwar eher besinnlich, weil während der ersten Stunde praktisch kein Besucherverkehr zu verzeichnen ist. Die ab Anfang 2017 geltenden, neuen Öffnungszeiten bedeuten, dass der Stadtpavillon statt bisher 38,5 nur noch 30 Stunden pro Woche geöffnet ist. Mittwochsnachmittags bleibt er geschlossen, auch am Samstag wird dort zukünftig nicht mehr gearbeitet und morgens geht es an manchen Tagen später los. Es zeichne sich ab, dass sich auch Stadtwerke und Enervie mit ihren Kundenbüros anschließen würden, sagte Kämmerer Stefan Kemper den Kommunalpolitikern.

Im Vergleich zu den Nachbarstädten steht Altena dann übrigens immer noch recht gut da: Das Werdohler Bürgeramt ist 24 Stunden pro Woche geöffnet, das Nachrodter Amtshaus 26 Stunden und das Neuenrader Einwohnermeldeamt sogar nur 21 Stunden. Die Reduzierung der Öffnungszeiten hat auch zur Folge, dass zwei Stellen, die im Laufe des Jahres 2016 im Bürgerbüro frei werden, nur teilweise wiederbesetzt werden müssen.

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