Obsternte auf dem Hof von der Crone

Naturtrüber Apfelsaft vom Nettenscheid

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Jochen von der Crone mit jugendlichen Erntehelfern (links Destina) auf seiner Streuobstwiese auf dem Nettenscheid. Außen rechts Muriel.

Altena - Apfelernte auf dem Nettenscheid. Mehr als 1 200 Kilogramm der Sorten Berlepsch, Boskoop, Jakob Lebel, Ontario, Elstar und Cox Orange werden in diesen Tagen von Jochen von der Crone und seinen Erntehelfern von den Bäumen geholt.

„Mein Großvater Hugo hat vor vielen Jahrzehnten auf mehr als einem halben Hektar Land eine Streuost-Wiese angelegt“, erzählt der Landwirt. „Nur zum Verspeisen ist die Menge aber zu groß. Da hatten wir die Idee, daraus Apfelsaft pressen zu lassen.“ Seit ein paar Jahren können deshalb seine

In einer handlichen Pappbox gibt es den naturtrüben Saft aus Altena.

Kunden auch naturtrüben Apfelsaft aus Altena direkt auf seinem Hof auf dem Nettenscheid kaufen. „So rund 600 Liter sind das pro Jahr, die zusammen kommen.“ Handlich abgepackt in je fünf Liter Pappboxen von seinem Partner, „Obst auf Rädern“, einer Saftpresse der Biobauern Michael Breitsprecher und Klaus Schulte aus dem Sauerland. Bis aber die Altenaer Äpfel bei den Beiden zum Pressen landen, ist erst einmal das Pflücken angesagt. „Das ist schon sehr mühsam“, sagt Jochen von der Crone. „Leiter anlehnen, schütteln, aufsammeln, versuchen, möglichst keine Druckstellen zu erzeugen, weil das Obst dann schneller fault.“ Da hatten er und sein Vater Ewald die Idee, eine Art „Schüttel-Mechanismus“ vor den Traktor anzubauen. „Wir legen jetzt ein Stahlseil um den Baum, sorgen mit dem Trecker und der kleinen Maschine an der Front für Bewegung und das Obst fällt herunter. Natürlich achten wir darauf, dass wir den Baum nicht beschädigen, gar keine Frage.“ Kinder aus der Nachbarschaft, mehr aber noch die eigene Familie, allen voran der

Mit seinem Vater Ewald hat Jochen von der Crone eine Vorrichtung erfunden, die den Traktor zum Schüttler macht. Es funktioniert tadellos.

Senior selbst, haben zuvor schon unter den Bäumen große Planen ausgebreitet, damit die vom Traktor geschüttelten Äpfel auch weich fallen. Sie werden anschließend in Säcke gepackt und für den Abtransport zur Presse noch ein paar Tage in der offenen Scheune eingelagert. Einen gewissen Teil der Winteräpfel, dazu gehören fast alle Sorten, die von der Crone anbaut, landen noch für Wochen im Keller. Dort, in der Dunkelheit, müssen einige noch etwas nachreifen, „mürbe werden, dann schmecken die ganz hervorragend.“ Von der Crones Apfelsaft besteht aus verschiedenen Apfelsorten. Das habe einen guten Grund: Gemischt werde der Naturtrübe noch aromatischer. Eine Pasteurisation sorge im übrigen dafür, dass der Apfelsaft nicht nachgäre. Fruchtsaft-Liebhaber können sich darauf verlassen, dass das Obst vom Nettenscheid nicht gespritzt oder behandelt ist. Und in den Verkaufsgebinden ähnelt es zudem den längst gängigen Wein-Pappboxen. „Die sind doch heute handelsüblich und akzeptiert“, sagt von der Crone.

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