Mittel-Lenne-Werkstatt: Lob vom NRW-Minister

+

Altena - „Wir sind noch nicht ganz fertig. Aber wir sind im Kostenrahmen geblieben, der Zeitrahmen wurde vielleicht drei, vier Wochen überschritten. Hauptsache aber ist, die Maschinen stehen, die Ausbildung in der hochmodernen neuen Ausbildungsstelle läuft!“

Launig begrüßte Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident des Arbeitgeberverbands Unternehmer NRW, am Mittwoch mehr als 160 Gäste im neuen Ausbildungszentrum der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne in Letmathe an der Gennaer Straße 63.

Unter den Gästen neben NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider auch Christel Voßbeck-Kayser MdB, Thorsten Schick MdL, Dr. Hans-Peter Frick, Chef der SIHK und weitere Wirtschaftsführer. Sie alle konnten sich auf dem Gelände des ehemaligen Ringlokschuppens davon überzeugen, „das hier nichts mehr so ist, wie es war“, wie Maier-Hunke sagte. Der Arbeitgeber-Chef nannte das neue, etwa vier Millionen Euro teure Ausbildungszentrum „einen weiteren Meilenstein“. Täglich sind hier mehr als 200 Auszubildene vor Ort, die in zwölf Berufsfeldern der Elektro- und Metalltechnik ausgebildet werden. Maier-Hunke erinnerte an die Anfänge der Ausbildungsgesellschaft, die in den 1920er Jahren von elf Altenaer Firmen gegründet worden war. Nach dreimaligen Umzügen in der Burgstadt und vielen Investitionen in Lehr-Personal, Maschinen, Anlagen und Gebäude, gab der Sanierungsbedarf des zuletzt genutzten Gebäudes am Winkelsen 15, kurz hinter dem Altenaer Finanzamt, den Ausschlag, nach Letmathe zu ziehen. Auch die verkehrliche Anbindung sei hier besser, sagte der Unternehmer, der zudem eine neue Zentralisierung von Azubis in Richtung Nordkreis attestierte.

4 000 Quadratmeter Platz steht jetzt den jungen Leuten zur Verfügung, mit Grundstück hat das Areal gar eine Fläche von über 7000 Quadratmetern. Vom Iserlohner Rat und Bürgermeister wünschte sich Maier-Hunke, „dass wir jetzt noch einen 500 Meter langen Fußweg vom Bahnhof Richtung neue Hallen bekommen. Dann wären wir gänzlich zufrieden.“ Ausbildung sei nach wie vor eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Das sagte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider. Der Märkische Arbeitgeberverband stehe zu seiner Verantwortung, qualifizierten Nachwuchs auszubilden, lobte er. In der Wiege des Kaltwalzens, Südwestfalen, lobte er die hohe soziale Kompetenz aller an der Ausbildung Beteiligten und ermunterte die Anwesenden, die mit 160 Arbeitgebern oder leitenden Angestellten vertreten waren, auch an Flüchtlinge zu denken. Dabei habe sich das duale System der Berufsausbildung bewährt. Die Devise dürfe deshalb niemals lauten: Studium versus Beruf. Denn erstmals sei in diesem Jahr die Zahl der Neu-Studenten größer als die Zahl der Azubis. „Eine gute Berufsausbildung ist jedem Studium vergleichbar“, stellte Schneider fest. Er sage Auszubildenden immer, „verstecken Sie sich nicht. Sie dürfen stolz darauf sein, dass sie in Deutschland eine qualifizierte Ausbildung absolvieren.“ Im Herbst, so kündigte er an, werde es vom Ministerium eine neue Azubi-Offensive geben. Arbeitstitel bisher: „Die Ausbildung in NRW ist Weltklasse!“ Da passe es ins Bild, dass viele heimische Firmen das in der Tat seien. „Südwestfalens Wirtschaft ist häufig Weltmarktführer, eben Weltklasse“, lobte Schneider. Noch einmal machte er den Schwenk in Richtung Flüchtlinge: „Die beste Integration geht über Bildung und Qualifikation. Wir müssen erreichte Abschlüsse anerkennen und Menschen so einsetzen, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare