Notfalleinsatzkräfte helfen oft still und leise

Türen aufzubrechen ist Arbeitsalltag

Blaulicht und Helm - Beides gehört für die Feuerwehr zum Alltag.

Altena - Wenn der Rettungstransport-Wagen (RTW) unterwegs ist, folgt ihm häufig auch ein großes Feuerwehreinsatz-Fahrzeug. Das kommt immer wieder vor – aber nicht immer geht es dabei um das Helfen an Unfallorten.

„Es ist für uns Arbeitsalltag, Türen aufzubrechen, wenn sich eine hilfsbedürftige Person nicht mehr rühren kann“, stellt dazu der scheidende Wachenleiter Udo Winter fest. Doch keine Angst: „Wir gehen stets mit großer Sorgfalt und Fingerspitzengefühl vor. Unser Team verfügt über Spezialwerkzeug und meist ist es am Ende dann damit getan, dass nur ein Schließzylinder, Wert vielleicht 15 Euro, ausgetauscht und ersetzt werden muss“, ist die Erfahrung von Winter.

Allein in dieser Woche war die Wehr wieder in einer solchen Mission tätig – leider erfolglos, weil die hilfsbedürftige Person verstorben war.

„Eine gute Nachbarschaft ist das A und O“, sagt Winter. Wer bemerke, dass Zeitungen nicht hereingeholt oder Post im Überfluss vor der Türe läge, sollte die Polizei informieren. „Die schaltet uns dann ein. Das ist wichtig, sehr wichtig, besonders in einer Stadt, in der die demografische Kurve nach unten zeigt“, sagt er.

Die Seniorenwohnhäuser der Stadt – etwa das Fritz-Berg-Haus oder das Alten- und Pflegezentrum Ellen-Scheuner-Haus, gehen selbst eigene Wege. Hier gibt es ein eigenes Notrufsystem, mit dem 24 Stunden pro Tag Hilfe organisiert werden kann. Im Fritz-Berg-Haus müssen das die Bewohner der 49 Wohnungen selbst regeln – viele entscheiden sich etwa für den Johanniter-Notruf: Dessen Notfall-Set trägt man zum Beispiel nachts um den Hals und kann via Knopfdruck Hilfe anfordern. Christa van der Beck, Ellen-Scheuner-Haus: „Unser Fachpersonal hat die Bewohner stets im Blick. Auch bei uns funktioniert deshalb ein Notruf-System. Darauf kann sich jeder Bewohner wirklich verlassen.“ - von Johannes Bonnekoh

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