Junge Azubis gestalten WG-Haus für junge Mieter

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Am 8. Mai wird das neue WG-Haus-Altena an der Nordstraße zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Federführend war hier besonders Laura von der Brake, Azubi bei der ABG.

Altena - Wie lassen sich die Wohnbedürfnisse junger Menschen unter einem Dach realisieren und umsetzen? Das war die zentrale Frage, an dessen Lösung die Auszubildenen der Altenaer Baugesellschaft (ABG) die letzten Monate im einmaligen Projekt „Junge Leute errichten was für junge Leute“ fleißig getüftelt haben.

„Es wird zu wenig für jüngere Menschen angeboten“, war der Gedanke von Joachim Effertz, Vorstand bei der ABG, vor rund einem Jahr nach einer Diskussion mit einer jüngeren Angestellten des Unternehmens. Das sollte sich ändern, weshalb die Baugesellschaft im September 2015 mit dem Projekt „WG-Haus-Altena“ begann.

Dessen Besonderheit ist die Umgestaltung nicht einzelner Wohnungen, sondern eines ganzen Hauses für die Bedürfnisse jüngerer Leute. Rund 200 Quadratmeter Wohnfläche stehen zur Verfügung. Davon wird etwa die Hälfte zukünftig als gemeinschaftliche Wohnfläche genutzt. Des Weiteren gibt es sechs Einzelzimmer eben so viele Mietparteien, die in der Größe zwischen elf und 17 Quadratmeter variieren.

Bedürfnisse der Zielgruppe umsetzen

„Das Projekt war eine ganz neue Idee, die sich von Anfang an speziell an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren sollte. Deshalb haben wir die jungen Leute direkt mit ins Boot geholt“, erklärt Effertz. Seine Wahl fiel auf die 20-jährige Auszubildende der ABG, Laura von der Brake. In Kooperation mit sechs weiteren Auszubildenden – unter anderem aus lokalen Handwerksbetrieben, die für die ABG tätig sind – nahm sie sich der Gestaltung des zukünftigen WG-Haus-Altenas an.

Dabei hatten die Azubis freie Hand bei Planung und Umsetzung, musste jedoch aus Kostengründen teilweise bei den Umsetzung von Ideen – wie einem Durchbruch zum Garten – gezügelt werden. „Das Projekt dient für die Azubis auch zum praxisorientierten Lernen. Sie tragen dabei auch viel Verantwortung, die ihnen als Erfahrung nützlich sein wird“, äußert sich Effertz.

Azubis arbeiten Hand in Hand

„Wir haben uns gefragt, was wir selbst gerne in einer WG haben würden. Insbesondere sollte alles heller und freundlicher gestaltet werden“, sagt von der Brake. Umgesetzte Ideen sind eine große Küche mit mehreren Kochplätzen, eine spezielle Chill-Ecke im Untergeschoss mit Dart- und Billardbereich sowie ein großer Grillbereich im Garten –Sitzgelegenheiten natürlich inklusive.

Tag der offenen Tür gewährt Einblicke

Am 8. Mai wird es an der Nordstraße 17 einen Schautag geben, bei dem Jedermann einen Blick auf den rund 65 000 Euro teuren Umbau werfen kann. Bis dahin soll das zweite Obergeschoss im WG-Haus komplett fertig sein. „Wir planen mit einem Abschluss aller Bauarbeiten zum 30. Juni – so wäre die WG zum 1. Juli einzugsbereit“, sagt von der Brake.

Die Warmmiete für die einzelnen Zimmer beginnt, je nach Größe, bei 260 Euro. Sollte sich das ABG-Projekt – für die junge Zielgruppe zwischen 18 und 27 Jahren – als Erfolg erweisen, plant die Baugesellschaft bereits das benachbarte Haus (Nummer 19) im ähnlichen Stil umzugestalten.

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