Katholiken üben Singen

Das neue Gotteslob folgt der bekannten und bewährten Ordnung des bisherigen Gebet- und Gesangbuches.

Altena - Dienstag, 2. Februar, wagt der Kirchenchor St. Matthäus eine Generalprobe. Unter Leitung von Chorleiterin Maria Hartel lädt die Gemeinschaft Interessierte ab 19.45 Uhr in den Pfarrsaal ein, um neue Lieder aus dem Gesang- und Gebetbuch Gotteslob zu üben und zu singen.

Notwendig ist das, so meint Maria Hartel, weil sich im Gotteslob im Unterschied zu seinem Vorgänger auch Gesänge aller Epochen, also auch Lieder, die aus Gründen des damaligen Zeitgeistes im Vorgängerbuch nicht aufgenommen wurde, wiederfinden. Als Beispiel sei das Lied „Segne du, Maria“, genannt. Es hatte in den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts keine Chance, in das Gesangbuch übernommen zu werden. In den Pfarrgemeinden des Bistums Essen ist es aber dennoch fast überall erhalten geblieben.

Hartel und ihr Chor möchten jetzt mit den Gemeindemitgliedern Gesänge einüben, die sich bei vielen Gottesdienstbesuchern beim ersten kurzen Ansingen nicht sofort erschließen. „Sie konnten damit bisher irgendwie nicht zum Allgemeingut werden“, stellt der Chor fest. Deshalb gibt es jetzt jeden ersten Dienstag im Monat die Chance, im Rahmen einer „offenen Probe“ etwa eine Stunde lang eben diese neuen Lieder gemeinsam mit dem Kirchenchor zu üben. Maria Hartel: „So können Interessierte entspannt die neuen Melodien üben und erfassen. Und natürlich werden diese Lieder dann auch im Gottesdienst gesungen – je mehr Gemeindemitglieder die Melodien dann schon kennen, umso mehr Freude werden wir alle mit den wirklich sehr schönen Liedern haben.“

Nicht nur die Gesänge, auch viele Texte, haben sich im neuen Gebetbuch verändert. So gibt es zeitgemäße Einführungen in die Sakramente der katholischen Kirche. Viel Wert gelegt haben die Gotteslob-Gestalter in eine neue Sprachgestalt, um theologische Grundlagen zu vermitteln und alle wichtigen Fragen zu beantworten. Beispielsweise wer Taufpate werden kann, wer firmt und welche Aufgaben Eltern, Paten und Gemeinden bei der jeweiligen Spendung der Sakramente übernehmen.

2. Februar, 19.45 Uhr, Pfarrheim St. Matthäus

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