Neues effizientes Blockheizkraftwerk im Dahler Freibad

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Begutachteten am Donnerstag die neue Anlage: Jens-Peter Fischer, Marc Bunse, Markus Höck und Elke Weber aus der Abteilung Planung und Bauen in der Stadtverwaltung (von links)

Altena - Das größte Problem war die Anlieferung: 1500 Kilo wiegt das Blockheizkraftwerk (BHKW), das am Donnerstag im Dahler Bad in Betrieb genommen wurde. Es steht in dessen Keller...

Erst musste eine Stahltreppe demontiert werden, dann fiel auch noch eine Wand. „Das größte Problem war aber das hier“, sagt Jens Peter Fischer und zeigt auf zwei mächtige Rohre auf dem Fußboden. Wären sie bei der Aktion beschädigt worden, wäre der Inhalt des Außenbeckens komplett in den Hallenbadkeller gelaufen.

„Dann hätten wir hier eine Tauchhalle gehabt“, scherzt der Inhaber des Installationsbetriebs in Rosmart, der den Auftrag zum Einbau der neuen Anlage erhielt. Das ist zum Glück nicht passiert: Nach fünf Stunden anstrengender Arbeit stand das Gerät an seinem Platz und konnte angeschlossen werden.

Es ersetzt ein altes BHKW, das sich als störanfällig erwiesen hatte und deshalb nach zehn Jahren ausgemustert wurde. Glück für den Bäderbetrieb: Grünes Licht für die Förderung der Neuanschaffung gab es schon im vergangenen Jahr, damit gilt für den von der Anlage erzeugten Strom noch die alte, etwas höhere Einspeisevergütung.

Damit rechnet sich die 70 000 Euro teure Neuanschaffung ganz besonders. „Sie wird sich in weniger als vier Jahren amortisiert haben. Das ist natürlich super“, freut sich Marc Bunse in seiner Eigenschaft als Leiter des Bäderbetriebes. Kernstück der Anlage ist ein 70-PS-Motor von VW – ein Dreizylinder, wie man ihn zum Beispiel in der einfachsten Ausführung des Polo findet.

Befeuert wird er nicht mit Benzin, sondern mit Gas. Bunse gibt den Jahresverbrauch mit 300 000 Kilowattstunden an. Dafür liefert er 107 000 Kilowattstunden Strom und 214 000 Kilowattstunden Wärme. Beides wird im Bad gebraucht, weshalb der Betrieb eines BHKW dort absolut Sinn macht.

Es kann praktisch rund um die Uhr betrieben werden – bei einer solchen Nutzung arbeiten Anlagen der Wärme-/Kraft-Kopplung besonders effizient.

Fischer-Mitarbeiter Markus Höck, der an der Installation der Anlage beteiligt war, weist darauf hin, dass sie auch der Umwelt dient: Satte 42 Tonnen CO2 werden durch ihren Betrieb im Dahler Bad jährlich eingespart.

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