Manfred Herbert ist König

So freute sich Manfred Herbert nach dem erfolgreichen Treffer, im Hintergrund ist der leere Kugelfang zu sehen. Dann ging es auf den Schultern der Schützenbrüder hinunter ins Zelt. -  Foto: Keim

Altena - Geht er als Regen- oder doch als Sonnenkönig in die Geschichte des Schützenvereins Evingsen ein? Das wird sich vielleicht noch entscheiden. Am Freitag jedenfalls durchlitten die Schützen ein Wechselbad der Gefühle. Es war drückend heiß und schwül, aber es lag auch Regen in der Luft.

Egal - um 17.43 Uhr stand Manfred Herbert als neuer Regent fest. An seiner Seite regiert für zwei Jahre Astrid Bösert. Beide sind im Dorf gut bekannt und freuen sich auf die kommenden Fest-Tage. Höhepunkte dabei: Ganz sicher die beiden Festumzüge durchs Dorf. Heute (14.30 Uhr) und Sonntag (14.30 Uhr).

Erst schleppend, dann aber Schlag auf Schlag ging es gestern unter der Vogelstange. So hatten nach 375 Schuss Oliver Schildrichter (3. Zug, Krone) Thorsten Gebhard (2. Zug, Zepter) und Kai Finkernagel (1. Zug, Apfel) die Insignien unter sich aus. Das hatte bis 16.04 Uhr gedauert.

Bis das Königsschießen beginnen konnte, verging recht viel Zeit, dann aber hieß es um 17.35 Uhr: „Feuer frei!“ Mit Mirko Gerdes und Manfred Herbert gingen zwei Aspiranten aus dem 1. Zug an die Gewehre. Nach zehn Einzelschüssen für jeden, die keine Entscheidung brachten, ging man zum Salvenschießen über – jeder Bewerber bekam einen Beischützen und nun flogen immer .zwei Kugeln in Richtung Aar. Das zeigte sehr rasch Wirkung. Schon nach der zwölften Salve ging der Vogel in den Sturzflug und machte Manfred Herbert zum neuen Regenten.

Ganz besonders ans Herz legt der Vorstand des Vereins den Evingser und allen Schützenfestfreunden die Feier der 40-jährigen Freundschaft mit dem Musikverein „Stor-Elvdal-Musikklag“ aus Norwegen. Dazu gehört auch die norwegische Musikklag aus Stor-Elvdal. Schon Tradition: Kurz nachdem die starke Gruppe in Evingsen eintraf, packten die Frauen und Männer ihre Instrumente aus und gaben in der Höttel-Kurve ein erstes Platzkonzert.

Wie immer sind alle Gäste aus Skandinavien in Privatquartieren in Evingsen untergebracht. An ein Novum wurde gestern immer wieder erinnert: 1976 bei ihrem ersten Besuch landeten die Musiker mit ihrem Bus nicht in Altena an der Lenne, sondern an der Elbe in Hamburg-Altona.

Die Freundschaft zwischen den Schützen in Evingsen und den Musikern der Musikklag geht auf die Initiative des Evingser Dr. Friedrich Wilhelm Hülter zurück. Er war eine Zeitlang als Arzt in Norwegen beschäftigt. Über einen Freund wurde er auf die Musiker aufmerksam.

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