Das Programm "Liechtenstein Languages" wird in Altena vermittelt

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In den Deutschkursen im Stellwerk soll die neue Lernmethode bald auch angewandt werden.

Altena - Otto Müller, Werner Meyer und Tanja Baumann lernen seit Dienstag deutsch in der Burg Holtzbrinck.

Das einmalige Programm „Liechtenstein Languages“ (LieLa) verteilte für die Zeit des zweiwöchigen Unterrichts deutsche Identitäten an die Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan – es zählte dabei auch der spielerische Effekt. „So werden sie direkt mit Lauten aus der deutschen Sprache konfrontiert und sie können mit der neuen Identität das Alte hinter sich lassen“, erklärte Albrecht Landskron, Supervisor von „LieLa“. 

Viele hätten Lernblockaden oder Ängste, die dadurch verringert oder ganz aufgehoben werden könnten: „Unser Programm ist hirnfreundlich.“ Mit verschiedenen Körperbewegungen und Bildern vermittelte Kursleiter Mathias Streicher gestern den rund 20 Asylbewerbern wichtige Begriffe des Alltags. „Räume im Haus“ standen nach der Mittagspause auf dem Plan. Mit seinen Händen zeigte er ein großes Viereck und sagte „Küche“. Die Gruppe wiederholt beides. „Nach einer halben Stunden können sie die Worte“, sagt Landskron. 

Durch die Bewegungen lernen dieFlüchtlinge die Wörter besser und auch schneller, sagt Dany Becker von der Stadtverwaltung. Sie und neun weitere Ehrenamtliche vom Stellwerk nehmen ebenfalls an den Stunden teil, die auch in der Stadtbücherei stattfinden. Die Flüchtlinge werden vormittags unterrichtet, nachmittags bekommen die „Mentoren“, die auch aus anderen Städten des Kreises stammen, Kurse zum Erlernen der neuen Lernmethode. Anette Wesemann, Gleichstellungsbeauftrage, möchte das „Neue Lernen“ in den Deutschkursen im Stellwerk fortführen. J sar

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