Neue Halle in der Nette sorgt für kurze Wege und eine Fertigungsoptimierung

Brüninghaus Draht erweitert und investiert kräftig

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Diplom-Ingenieur Joachim Brüninghaus, Geschäftsführer von Brüninghaus Draht, auf der Baustelle.

Altena - Brüninghaus Draht in der Nette baut. Wo früher die Beize und Sozialräume standen, klafft bereits ein großes Loch. Zu sehen ist allerdings von der Straße aus nichts, allenfalls schwach etwas zu hören.

„Wir sind der Nachbarschaft sehr dankbar, dass sie den unvermeidlichen Baulärm bisher so klaglos hingenommen hat“, sagt Geschäftsführer Joachim Brüninghaus. Bis zum Jahresende soll „auf dieser letzten Freifläche in Unternehmensbesitz“ eine neue Halle mit rund 600 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Dafür wird sogar eine massive Felswand angeknabbert. „Da holen wir das letzte raus, es schafft noch zusätzliche Quadratmeter.“

600 Quadratmeter zusätzlich

Brüninghaus-Tochter Kim Hücking mit dem Vater im Drahtwerk.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, beteiligt ist unter anderem ein Unternehmen, das am Burgaufzug mit gebaut hat. Bereits kommende Woche wird mit dem Hochbau begonnen. Einher geht mit der Investition, die an die 1-Million-Euro-Summe kratzt, die Schaffung „von bis zu drei neuen Arbeitsplätzen.“ Diese Bau- und Erweiterungsmaßnahme sei wohl die letzte größere Aufgabe, die er als verantwortlicher Geschäftsführer noch durchziehe, merkt Joachim Brüninghaus eher humorig an. Denn er plant, seine Tochter Kim Hücking stärker denn je in die Führung des mittelständischen Unternehmens einzubinden. Das Ziel des Neubaus ist eine Optimierung der Betriebsabläufe. „Die Wege für unsere Mitarbeiter werden deutlich kürzlich, viele werden sogar ganz wegfallen können.“ Untergebracht werden soll im Neubau ein Teil der Zieherei. Für den entsprechenden Lärmschutz (das muss über das Dach laufen), investiert Brüninghaus 150 000 Euro extra. Während Beize und Glüherei schon heute im Drei-Schicht-Betrieb gefahren werden, soll die Zieherei nach Fertigstellung „mindestens auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt werden.“

Neu: Zwei-Schicht-Betrieb

Untergebracht werden in der neuen Halle auch so genannte Engpassmaschinen, die ebenfalls im Drei-Schicht-Betrieb laufen. Brüninghaus führt seine Firmengeschichte in der Nette auf das Jahr 1738 zurück, als alles als Draht-Rolle auf dem Klüseken begann. Noch heute sind Teile des alten Obergrabens und Reste eines alten Wasserrades in den Hallen zu sehen. Nachdem in der Vergangenheit schwerpunktmäßig Drähte für Ketten, Nägel und Drahtbiegeteile sowie Autogenschweißdraht hergestellt wurden, hat man sich in den letzten 25 Jahren auf die Herstellung hochwertiger Schrauben-, Niet- und Kaltfließpressteile spezialisiert. Natürlich ist das Unternehmen heute im Rahmen des Iso-Qualitäts- und Energiemanagementsystems nach den entsprechenen Normen zertifiziert. Verkauft wird in den deutschen Markt und das europäische Ausland. Jahr für Jahr werden mehr als 20 000 Tonnen Draht von knapp 50 Mitarbeitern bearbeitet.

Kurz-Info:

Für den Bereich der Entwicklung sowie der Optimierung von Produktionsabläufen werden regelmäßig Studenten gesucht. Interessierte sollten sich mit der Geschäftsleitung in Verbindung setzen. Es gebe laufend Bewerbungen, auch von Interessenten aus ungekündigten Beschäftigungsverhältnissen. Nachwuchssorgen kenne man nicht. Kontakt: Tel.: 02352/20 13 0 www.brueninghaus-draht.de

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