Gemeinsamer Neubau auf Schrottplatzgelände verworfen

Die Wachen der Polizei und Feuerwehr stehen auf Prüfstand

Altenas Polizeiwache ist geichlich groß und alles andere als behidertengerecht.

Altena - Auf dem Weg zu ihren Einsatzfahrzeugen müssen normal große Feuerwehrmänner und -frauen vorsichtig sein: Im Treppenhaus der Wache gibt es eine Stelle, an der sie sich durchaus den Kopf stoßen können. Das ist nicht das einzige Manko der Feuer- und Rettungswache an der Bachstraße – dass ein Neubau sinnvoll wäre, pfeifen seit Jahren die Spatzen von den Dächern.

Mehr noch: Inzwischen gibt es sogar Gerüchte, Feuerwehr und Polizei würden sich zusammenschließen und eine gemeinsame Wache bauen, und zwar auf dem hinteren Teil des Schrottplatzgeländes. Darüber sei tatsächlich mal kurz nachgedacht worden, heißt es dazu aus Feuerwehrkreisen – aber dann sei der Plan als zu kompliziert verworfen worden.

Fakt ist jedenfalls, dass beide Wachen auf dem Prüfstand stehen. Mit der der Feuerwehr beschäftigt sich ein Gutachten, an dem seit geraumer Zeit gearbeitet wird – die Gemeindeprüfungsanstalt stellt daran alle Brandschutz-Strukturen auf den Prüfstand. 

Wie in Altena üblich geschah das bisher weitestgehend an der Politik vorbei. Das Gutachten sei im Entwurf fertig, schlage Änderungen der Feuerwehrstrukturen vor und sei deshalb an die Bezirksregierung geschickt worden, erläutert der stellvertretende Verwaltungschef Stefan Kemper. Wenn sie sich geäußert habe, werde die Angelegenheit der Politik vorgelegt. Kemper: „Ich gehe davon aus, dass das noch in diesem Herbst der Fall sein wird“.

Ganz anders sind die Entscheidungswege, wenn es um die Polizeiwache geht – die wird von Iserlohn aus verwaltet, und zwar von den „zentralen Diensten“ der Kreispolizeibehörde. Deren Mitarbeiter denken schon länger über die Wache Altena nach, weil sie einerseits recht groß ist und andererseits alles andere als barrierefrei – dass man erst -zig Treppenstufen erklimmen muss, bevor man die Wache betreten kann, ist mit den Vorgaben des Landes gar nicht mehr in Einklang zu bringen. Hinzu komme jetzt noch die ungewisse Zukunft des gesamten Komplexes, sagt eine Polizeisprecherin: „ Wir behalten das natürlich im Auge. Entschieden ist aber noch nichts“.

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