Werkstatt Altena: Neue Regeln fürs Stipendium

Vorstand und Beirat des Kunstvereins „Die Werkstatt Altena“. Foto: Hornemann

Altena - Die Werkstatt stellt neue Regeln für das Kunststipendium 2015 auf: Künstler, die künftig in Altena wirken, bekommen einen monatlich um 100 Euro reduzierten Unterhaltszuschuss vom Verein für Förderung der bildenden Kunst.

Trotzdem kann ein Stipendiat auf den Betrag des alten Stipendien-Budgets kommen, wenn er vor Ort Workshops oder Aktionen betreut. Damit möchte der Verein die Werkstatt-Arbeit in der Stadt präsenter machen.

Seine Arbeit hat der Verein in der Jahreshauptversammlung am Dienstag, 3. März, auf breite Füße gestellt: Alle Anwesenden wurden in den Vorstand gewählt, denn ein großer Beirat ist sinnvoll bei der Auswahl und Betreuung eines jungen Künstlers, den es nach Altena zieht. Matthias Rüth (Vorsitzender), Dorothea Ossenberg-Engels (2.Vorsitzende), Roland Balkenhol (Kassierer) und Gunhild Koch-Wagner (Schriftführerin) werden von Joachim Effertz, Barbara Langos, Ulrich Hinz, Klaus Storch, Regina Krämer, Anne Rüth, Ingeborg Becker, Marie-Luise Scholl und Nadine Fiedler unterstützt. Letztgenannte war 2013 selbst Werkstatt-Stipendiatin und hat sich nun in Altena niedergelassen.

Auf die Bewerbungsmappen von knapp 50 Künstlern wird die Werkstatt einen Blick werfen können, wenn am 19. März ab 18 Uhr die Vorauswahl für das Stipendium in der Burg Holtzbrinck stattfindet. Generell darf jeder Bürger sich dort umschauen, um zu sehen, welche Talente die aktuelle Jungkünstler-Szene birgt. Die drei Favoriten der Werkstatt-Mitglieder werden sich am 16. April um 19 Uhr in der Burg Holtzbrinck persönlich vorstellen. Ab Sommer kann einer von ihnen wahlweise Quartier bei Gunhild Koch-Wagner beziehen oder von seiner Heimatstadt aus arbeiten. Präsenzpflicht gibt es nicht, doch die Werkstatt schätzt es, wenn Künstler vor Ort sind. Deshalb soll mit dem Workshop-Honorar ein zusätzlicher Anreiz für das Arbeiten in Altena geschaffen werden.

Auf die Stadtgalerie wird die Werkstatt bei ihrer Abschluss-Ausstellung nicht mehr zurückgreifen können. Vorsitzender Matthias Rüth ist jedoch zuversichtlich, eine adäquate Lösung zu finden. Er könnte sich durchaus vorstellen, dass auch Innenstadt-Schaufenster für die Kunstpräsentation genutzt werden. Ausstellungsbesucher könnten dann von Haus zu Haus gehen, um sich die Stipendiumsergebnisse anzusehen. Dass die von Altenaer Kunstfreunden geförderte Schaffensphase durchaus ein Sprungbrett für Künstler ist, zeigte jüngst Caroline Beyers Auftritt im MARTa Herford. Ihre in Altena einst entwickelten Klebeband-Installationen fanden dort große Beachtung. Beyer schickte über Klaus Storch Grüße an ihre ehemaligen Förderer nach Altena. Für sie und andere Werkstatt-Künstler läuft es heute gut. ,,Wir haben schon Spitzen-Leute hier gehabt!”, brachte es Dorothea Ossenberg-Engels auf den Punkt. Dazu zählt auch Lena von Gödeke, die allein während ihres 2014er-Stipendiums vier Ausstellungen vorbereiten konnte. Mit der Resonanz auf ihr Werk war die Werkstatt durchweg zufrieden.

von Ina Hornemann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare