Naturerlebnis pur an der Fuelbecker Talsperre

Den Blick über die Mauer-Brüstung sollten nur schwindelfreie Fußgänger wagen. 29 Meter hoch ist die Staumauer aus Bruchstein. Sie ist 145 Meter lang und sieben Meter breit. - Fotos: Schröder

Altena - Die Sonne strahlt, die Anzeige auf dem Thermometer steigt und steigt. 27 Grad Celsius zeigt die Digitalanzeige meines Wagens an, während ich ihn die letzten Meter auf dem Weg zur Fuelbecke ausrollen lasse. Ich höre noch die Worte im Ohr: „Dort musst du mal gewesen sein. Das ist Natur pur, einfach etwas zum Entspannen.“

Gespannt steige ich aus und fühle mich direkt wie in einer anderen Welt. Die vielen Fabriken, der Verkehr, die Baustelle auf meinem Weg hierher – alles ist von jetzt auf gleich vergessen. Das Vogelgezwitscher aus allen Richtungen lässt mich sofort Eintauchen in eine Wasser- und Grünoase. Während mein Blick in Richtung Rahmede gen Nordwest wandert und ich staunend die Bruchstein-Staumauer hinunter sehe, wird mir bewusst, wie hoch 29 Meter sein können. Plötzlich platscht es hinter mir: Ein Fischreiher, der bereits seit einiger Zeit in luftiger Höhe kreist, hat seine Futtersuche wohl erfolgreich abgeschlossen. Die großen Seeforellen, wenige Meter vom „Tatort“ entfernt, schwimmen derweil weitestgehend unbeeindruckt weiter. Auch die Enten scheinen mittlerweile „abgehärtet“ zu sein. Eine Ente kreuzt meinen Weg und watschelt in Richtung Nass, als würde es mich gar nicht geben.

Am Ende der 145 Meter langen Talsperre ist ein wellenförmiges Schild der Stadtwerke, Betreiber der Talsperre, aufgestellt. „Alles ist aus Wasser geboren, alles wird durch Wasser erhalten“, wird Goethe darauf zitiert. Ein Spruch, der für diesen Ort nicht passender sein könnte.

Naturerlebnis für jedermann

Neben den vielen Tierarten nutzen auch Besucher aus nah und fern die ruhige Umgebung. Ein Jogger erzählt mir, dass er regelmäßig um den Stausee laufe und dass er immer neue Dinge entdecken könne. Er überholt mich insgesamt drei Mal. Auch viele Spaziergänger sind an diesem Vormittag vor Ort. Sie lassen die Natur auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten auf sich wirken oder laufen auf der knapp zwei Kilometer langen Strecke um das Wasserbecken herum. Nach knapp einer Stunde mache ich mich wieder auf den Weg zu meinem Auto. Meine Erkenntnis: Es stimmt – „dort muss man einmal gewesen sein“.

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